Rumänische Einbrecherbande nach Millionenraub in der Schweiz zerschlagen
Amelie FrankeRumänische Einbrecherbande nach Millionenraub in der Schweiz zerschlagen
Eine rumänische Verbrecherbande, die für eine Serie spektakulärer Einbrüche in der gesamten Schweiz verantwortlich war, ist von der Luzerner Polizei zerschlagen worden. Die Gruppe hatte sich auf Juweliergeschäfte und Handyläden konzentriert und zwischen 2024 und 2025 Waren im Wert von über 1,7 Millionen Schweizer Franken gestohlen. Drei Verdächtige wurden nach einem Raub im April festgenommen, während gegen sechs weitere nun internationale Haftbefehle vorliegen.
Die Bande operierte in mehreren Kantonen, darunter Luzern, St. Gallen, Zürich, Thurgau und Aargau. Ihr Hauptziel waren Einkaufszentren, in denen sie mindestens 14 Geschäfte aufbrachen, um Schmuck, Parfums und Mobiltelefone zu stehlen. Ein Großteil der Beute wurde nach Rumänien geschmuggelt und dort verkauft.
Bei einer gemeinsamen Polizeiaktion wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt, bei denen Einbruchswerkzeuge, Funkgeräte und Kleidung beschlagnahmt wurden, die bei den Straftaten verwendet worden waren. Die Durchsuchungen verursachten Sachschäden in Höhe von etwa 270.000 Schweizer Franken. Die Ermittler bestätigten, dass die drei inhaftierten Verdächtigen Teil eines größeren, gut organisierten kriminellen Netzwerks waren.
Der entscheidende Durchbruch gelang nach einem Einbruch im Warenhaus Manor im Emmen Center im April 2025. Die Behörden konnten die Täter mit einer ganzen Serie von Diebstählen in Verbindung bringen und deckten dabei ihre professionelle Vorgehensweise bei Planung und Ausführung der Einbrüche auf.
Neun Personen stehen nun im Zusammenhang mit dem Fall – drei befinden sich in Untersuchungshaft, gegen sechs weitere liegen internationale Haftbefehle vor. Die gestohlenen Waren im Wert von über 1,7 Millionen Schweizer Franken sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, während die Polizei versucht, sie zu sichern. Die Zerschlagung des Netzwerks markiert das Ende einer koordinierten kriminellen Operation, die sich über mehrere Schweizer Regionen erstreckte.






