Revolutionäre Methode: Flüssige Metalle machen Wasserstoffgewinnung günstiger und nachhaltiger
Amelie FrankeRevolutionäre Methode: Flüssige Metalle machen Wasserstoffgewinnung günstiger und nachhaltiger
Forschende der Universität Sydney haben ein neues Verfahren zur Erzeugung von sauberem Wasserstoff entwickelt, das flüssige Metalle und Sonnenlicht nutzt. Der Durchbruch könnte Australien eine führende Rolle in der globalen Wasserstoffwirtschaft sichern, indem er eine effizientere und nachhaltigere Methode bietet, um Wasserstoff aus Wasser zu gewinnen.
Die in Nature Communications veröffentlichte Studie konzentriert sich auf Gallium – ein Metall mit einem niedrigen Schmelzpunkt. Werden Galliumpartikel in Wasser suspendiert und Sonnen- oder künstlichem Licht ausgesetzt, reagieren sie zu Galliumoxyhydroxid und setzen dabei Wasserstoff frei. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren zur Wasserspaltung kommt diese Methode ohne gereinigtes Wasser aus und senkt die Kosten deutlich.
Laut Luis Campos, dem Hauptautor der Studie, beruht der Prozess ausschließlich auf Licht, um Wasserstoff aus Meerwasser zu extrahieren. Das Team erreichte eine Spitzen Effizienz von 12,9 Prozent, doch für den kommerziellen Einsatz sind weitere Optimierungen nötig. Nach der Wasserstoffgewinnung lässt sich das Gallium wiederverwenden, was das System nachhaltiger macht.
Die Wissenschaftler:innen planen nun den Bau eines mittelgroßen Reaktors, der speziell der Wasserstoffproduktion dient. Langfristig wollen sie die Technologie im großen Maßstab einsetzen und sie als Schlüssellösung für saubere Energie der Zukunft positionieren.
Die Innovation bietet eine einfachere und kostengünstigere Methode, um Wasserstoff sowohl aus Süß- als auch aus Salzwasser zu erzeugen. Bei erfolgreicher Skalierung könnte sie Australiens Position auf dem entstehenden Wasserstoffmarkt stärken und gleichzeitig globale Bestrebungen nach nachhaltigen Energielösungen unterstützen.






