14 April 2026, 01:02

Republikaner rebellieren gegen Trump mit Anti-Zoll-Resolution

Plakat mit zwei Personen, einer davon hält eine Waffe, mit Text zur Förderung von Spenden an den kanadischen Patriotismusfonds.

Republikaner rebellieren gegen Trump mit Anti-Zoll-Resolution

Eine Gruppe republikanischer Abgeordnete hat sich von Donald Trump distanziert, indem sie eine Resolution zur Abschaffung der Zölle auf Kanada unterstützte. Der Schritt stellt eine seltene innerparteiliche Rebellion gegen die Handelspolitik des früheren Präsidenten dar. Zwar hat die Abstimmung symbolische Bedeutung, ihre praktischen Auswirkungen bleiben jedoch ohne weitere Maßnahmen begrenzt.

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Das Repräsentantenhaus verabschiedete den Antrag mit fast einstimmiger Unterstützung der Demokraten und der Zustimmung von sechs Republikanern. Darunter war Dan Newhouse aus Washington, der argumentierte, dass die engen Handelsbeziehungen seines Bundesstaats mit Kanada die Zölle für lokale Unternehmen schädlich machten. Auch Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania, der sich bereits früher gegen Versuche gestellt hatte, die Obamacare-Subventionen zu streichen, positionierte sich gegen Trump.

Der häufige Trump-Kritiker Thomas Massie aus Kentucky stimmte ebenfalls gegen die Zölle. Don Bacon aus Nebraska griff Trumps allgemeine Aussagen an und forderte ihn auf, sich in einer unrelateden Diskussion über einen ukrainischen Drohnenangriff "an die Fakten zu halten". Kevin Kiley aus Kalifornien und Jeff Hurd aus Colorado verwiesen auf verfassungsrechtliche Bedenken und bestanden darauf, dass Entscheidungen über Zölle beim Kongress und nicht bei der Exekutive liegen sollten.

Trump reagierte scharf auf Truth Social und warnte, dass republikanische Abgeordnete, die sich gegen die Zölle stellten, bei künftigen Wahlen mit Konsequenzen rechnen müssten. Trotz des Widerstands bleibt die Wirkung der Resolution vorerst weitgehend symbolisch. Für eine vollständige Abschaffung der Zölle müsste der Senat dem Antrag zustimmen – und Trump, falls er wiedergewählt wird, ihn unterzeichnen.

Die Abstimmung zeigt die wachsenden Spannungen unter Republikanern in Fragen der Handelspolitik und der exekutiven Machtbefugnisse. Zwar signalisiert die Resolution Widerstand gegen Trumps Zölle, doch sind die unmittelbaren Folgen gering. Der weitere Verlauf hängt nun davon ab, ob sich der Senat der Angelegenheit annimmt – und ob Trumps Einfluss die endgültige Entscheidung prägen wird.

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