Renteneintrittsalter: Deutsche lehnen Erhöhung auf 67,5 Jahre mehrheitlich ab
Julian KleinRenteneintrittsalter: Deutsche lehnen Erhöhung auf 67,5 Jahre mehrheitlich ab
Eine aktuelle Umfrage offenbart tiefe Gräben bei den Plänen, das Renteneintrittsalter in Deutschland anzuheben. Der Vorschlag der Rentenkommission hat heftige Reaktionen über Parteigrenzen und Regionen hinweg ausgelöst. Die Zustimmung und Ablehnung fallen je nach Partei und Bevölkerungsgruppe sehr unterschiedlich aus.
Insgesamt lehnen 62 Prozent der Deutschen eine Anhebung des Renteneintrittsalters ab. Nur 29 Prozent unterstützen den Vorschlag der Rentenkommission, das Alter auf 67,5 Jahre zu erhöhen. Bei den Parteien zeigt sich ein klares Bild: 58 Prozent der Anhänger der Unionsparteien befürworten die Änderung, ebenso 55 Prozent der Wähler der Grünen. Dagegen lehnen 84 Prozent der AfD-Anhänger und 77 Prozent der Wähler der Linken den Plan ab. Bei den SPD-Sympathisanten ist die Haltung gespalten – hier sprechen sich 37 Prozent für die Erhöhung aus.
Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. In Ostdeutschland lehnen 73 Prozent der Befragten die Anhebung ab. Unter den erwerbstätigen Deutschen ist der Widerstand besonders groß: 68 Prozent sind gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters.
Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen der Anhebung des Renteneintrittsalters skeptisch gegenübersteht. Politische Zugehörigkeit und regionale Herkunft prägen die Meinungen maßgeblich. Der Vorschlag der Rentenkommission stößt in der Bevölkerung auf erheblichen Widerstand.
