Rahul Gandhi prangert Indiens Bildungssystem an: "Druck statt Chancen"
Rahul Gandhi, Oppositionsführer im Lok Sabha, kritisierte während eines Besuchs in Kota, Rajasthan, das indische Bildungssystem. Bei einer abendlichen Veranstaltung im Stil eines Konzerts sprach er am Mittwoch mit Studierenden und thematisierte strukturelle Defizite sowie den immensen Leistungsdruck, dem junge Lernende ausgesetzt sind.
Im Gespräch fragte Gandhi die Anwesenden, warum sie Ärztin oder Arzt bzw. Ingenieurin oder Ingenieur werden wollten. Ein Student äußerte den Wunsch, Tänzer zu werden, ein anderer strebte aus persönlichen Gründen ein Medizinstudium an. Gandhi verwies darauf, dass zwar Millionen Prüflinge an Aufnahmetests wie NEET, JEE oder UPSC teilnähmen, doch nur wenige bestünden.
Er präsentierte einen Abschiedsbrief eines Schülers, der sich das Leben genommen hatte, und machte nicht individuelle Träume, sondern das Bildungssystem für solche Tragödien verantwortlich. Gandhi warf dem System vor, allein durch fünf große Prüfungen Einnahmen in Höhe des Budgets von fünf Ministerien zu generieren – statt Chancen zu bieten, erzeuge es lediglich übermäßigen Druck.
Der Politiker kündigte an, der Kampf um eine Bildungsreform müsse jetzt beginnen, um zu verhindern, dass weitere Studierende unter der Last des Systems extreme Schritte gingen. Zudem bezog er sich auf den jüngsten Leak der NEET-Prüfungsunterlagen und führte ihn als Beispiel für die Systemfehler an.
Bei der Veranstaltung in Kota forderte Gandhi dringende Reformen, um den akademischen Druck auf die Studierenden zu verringern. Seine Aussagen unterstrichen die Sorgen um Fairness und psychische Gesundheit in Indiens wettbewerbsorientierter Prüfungskultur. Die Diskussion ließ bei den Anwesenden und Beobachtern die Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels nachklingen.






