Proteste am Düsseldorfer Flughafen: Reinigungskräfte klagen über Ausbeutung bei Crombeen GmbH
Julian KleinProteste am Düsseldorfer Flughafen: Reinigungskräfte klagen über Ausbeutung bei Crombeen GmbH
Reinigungskräfte am Düsseldorfer Flughafen klagen über Arbeitsbedingungen bei Crombeen GmbH
Das Unternehmen, das für die Wartung von Flugzeugen und Fahrzeugen zuständig ist, steht in der Kritik, weil es branchenübliche Standards nicht einhalte. Gewerkschaften fordern nun eine fairere Behandlung und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.
Crombeen GmbH beschäftigt derzeit über 500 Mitarbeiter an mindestens drei deutschen Flughäfen, darunter Düsseldorf, Frankfurt (Kelsterbach) und Nürnberg. Täglich warten die Angestellten mehr als 400 Flüge und über 200 Bodenfahrzeuge für verschiedene Transportdienstleister. Trotz des rasanten Wachstums gerät das Unternehmen jedoch zunehmend unter Druck, da es sich nicht an den allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für Gebäudereiniger halte.
Gewerkschaftsvertreter wie Mahir Sahin von der IG BAU Rheinland weisen auf gravierende Mängel hin: Den Beschäftigten fehle es demnach an angemessenen Umkleideräumen, Pausenbereichen und sanitären Einrichtungen. Auch die Löhne entsprächen nicht den in Stellenanzeigen gemachten Zusagen – statt der zugesicherten 30 Urlaubstage erhielten die Mitarbeiter nur 24, und Sonntagszuschläge lägen bei 50 Prozent statt der üblichen 80 Prozent.
Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB Düsseldorf, hat Reinigungsfirmen am Flughafen aufgefordert, gemeinsame Standards umzusetzen. Unter den Parolen "Respekt für Reinigungskräfte" und "Saubere Arbeit, fairer Lohn" haben Proteste den Druck auf Crombeen erhöht, die Bedingungen zu verbessern.
Das Unternehmen wirbt weiterhin mit überdurchschnittlicher Bezahlung, Nachtschichtzulagen und Jobtickets in seinen Stellenausschreibungen. Doch die Gewerkschaften bestehen darauf, dass Crombeen sich an die branchenüblichen Standards für Flugzeuginstandhalter anpassen müsse. Ohne Veränderungen dürften die Vorwürfe wegen mangelnder Fairness und schlechter Arbeitsbedingungen anhalten.






