10 May 2026, 12:29

Protest in Culiacán: Familien fordern Gerechtigkeit für verschwundene Angehörige

Menschen liegen auf dem Boden vor einer Menge mit Handys und Taschen, mit einem Banner im Vordergrund und Protestschildern, Puppen und Säulen im Hintergrund.

Protest in Culiacán: Familien fordern Gerechtigkeit für verschwundene Angehörige

Hunderte versammelten sich am 10. Mai vor der Kathedrale von Culiacán, um gegen die Krise der verschwundenen Personen in Mexiko zu protestieren und Taten statt leerer Worte zu fordern. Angehörige der Vermissten legten Fotos und Blumen auf die Stufen der Kathedrale – aus einem Tag, der eigentlich dem Feiern gelten sollte, wurde so ein Appell für Gerechtigkeit. Aktivistinnen und Aktivisten machten deutlich: Sie wollten Ergebnisse, keine hohlen Versprechungen der Behörden.

María Isabel Cruz, Gründerin der Suchhunde-Organisation Guerreras Buscadoras, sprach im Namen der Betroffenen. In einer Erklärung warnte sie, dass das Verschwinden ihrer Kinder nicht einfach mit dem Amtsantritt einer neuen Gouverneurin in Vergessenheit geraten werde. Ihre Worte richteten sich direkt an die designierte Gouverneurin Yeraldine Bonilla: Sie dürfe die Suchaktionen nicht verlangsamen und den Kampf um Antworten nicht an Schwung verlieren.

Die Demonstration war eine direkte Herausforderung an die Behörden. Cruz betonte, dass Bonilla – falls ihr die Leitung einer Suchoperation unbekannt sei – schnell lernen müsse. Zudem forderte sie die neue Gouverneurin auf, den Aktivistinnen zuzuhören und ihr Leid aus erster Hand zu verstehen.

Für viele Mütter in Culiacán ist der 10. Mai längst kein Tag des Feierns mehr. Stattdessen wird er zur schmerzhaften Erinnerung an ihre verschwundenen Angehörigen. Die Kundgebung machte eines klar: Sie würden sich nicht mit Reden oder Dankesbekundungen abspeisen lassen – sie verlangten sichtbare Fortschritte.

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Die Protestaktion endete mit einer unmissverständlichen Botschaft: Die Suche nach den Vermissten müsse ohne Verzögerung weitergehen. Die Familien verließen die Kathedrale mit unbeantworteten Forderungen, doch ungebrochenem Willen. Die neue Regierung steht nun unter Druck zu handeln – oder riskiert weiteren Zorn all jener, die noch immer auf Antworten warten.

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