Polnischer Lkw-Fahrer schmuggelt Mini-Bagger über die A2 – Zoll stoppt Steuerbetrug
Julian KleinPolnischer Lkw-Fahrer schmuggelt Mini-Bagger über die A2 – Zoll stoppt Steuerbetrug
Polnischer Lkw-Fahrer versucht, Mini-Bagger nach Deutschland zu schmuggeln – Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung
Auf der Autobahn A2 bei Hamm haben Zollbeamte einen polnischen Fahrer dabei ertappt, wie er versucht haben soll, einen Mini-Bagger nach Deutschland zu schmuggeln. Die Maschine war zwischen anderen Waren auf einem Anhänger mit polnischem Kennzeichen versteckt. Der Vorfall hat zu einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung geführt.
Der 42-jährige Fahrer gab an, den Bagger in Großbritannien für etwa 15.000 Euro erworben zu haben. Er behauptete, das Gerät für ein privates Bauprojekt in Polen transportieren zu wollen. Bei der Kontrolle konnte er jedoch die erforderlichen Zolldokumente nicht vorlegen.
Die Beamten fanden keine Belege für die Entrichtung der Einfuhrabgaben, und der Fahrer konnte sich auch nicht auf zollfreie Freigrenzen berufen. Diese erlauben Reisenden, Waren im Wert von bis zu 300 Euro (bzw. 430 Euro bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg) abgabenfrei mitzuführen. Da der Wert des Baggers diese Grenzen bei Weitem überstieg, wären rund 2.870 Euro an Einfuhrumsatzsteuer fällig gewesen.
Erst nach der sofortigen Begleichung der ausstehenden Abgaben durfte der Fahrer seine Fahrt fortsetzen. Die Behörden haben inzwischen ein strafrechtliches Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet.
Nach EU-Recht müssen Reisende, die aus Drittstaaten einreisen, Waren mündlich beim Zoll anmelden. Die Beamten berechnen dann die anfallenden Abgaben. Bei Verstößen drohen Bußgelder oder rechtliche Konsequenzen.
Der Fall zeigt die Risiken undeklarierter Importe in die EU auf. Der Bagger wurde bis zur Begleichung der Abgaben beschlagnahmt. Dem Fahrer drohen nun mögliche rechtliche Folgen wegen der Umgehung seiner steuerlichen Verpflichtungen.






