10 April 2026, 18:19

Polizei Siegen schlägt gegen illegales Tuning und Rasen zu – über 200 Verstöße entdeckt

Ein Auto fährt auf einer Rennstrecke mit Rauch aus dem Auspuff, umgeben von Gras, einem Zaun, Mülltonnen, Menschen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Polizei Siegen schlägt gegen illegales Tuning und Rasen zu – über 200 Verstöße entdeckt

Polizei Siegen-Wittgenstein geht gegen illegale Fahrzeugtuning-Maßnahmen und gefährliches Fahren vor

Am vergangenen Freitagabend führte die Polizei in Siegen-Wittgenstein eine großangelegte Kontrolle gegen illegale Fahrzeugmodifikationen und rücksichtsloses Fahren durch. Im Fokus standen bekannte Treffpunkte der Tuning- und Poser-Szene. Bei den Überprüfungen registrierten die Beamten über 200 Geschwindigkeitsverstöße und deckten zahlreiche weitere Ordnungswidrigkeiten auf.

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Die Verkehrspolizei startete die Aktion am 30. Mai 2025 und konzentrierte sich dabei auf Gebiete wie Geisweid unter der HTS, den Obi-Parkplatz in Weidenau sowie innerstädtische Straßen. Besonders ins Auge fiel ein weißer Nissan, der durch übermäßigen Lärm auffiel – später stellte sich heraus, dass der Schalldämpfer manipuliert worden war. Der 37-jährige Fahrer muss nun mit einem Bußgeldverfahren rechnen, da er den sogenannten "db-Eater" aus dem Auspuff entfernt hatte.

Während der Kontrollen verhängten die Beamten gegen rund 130 Autofahrer Verwarnungsgelder wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der HTS in Richtung Kreuztal. Bei elf Fahrzeugen wurde die Zulassung sofort entzogen, nachdem schwere Verstöße festgestellt worden waren. Zudem führten die Polizisten über 25 Gespräche mit Mitgliedern der Szene, die zu weiteren Anzeigen und einer Strafanzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr führten.

Polizeidirektor Marcel Zirnsak, Leiter der Verkehrsabteilung, betonte, dass riskantes Fahrverhalten und illegale Umbauten keinesfalls toleriert würden. Sowohl Straftaten als auch Ordnungswidrigkeiten würden konsequent verfolgt. Als Folge der Aktion müssen nun mehr als 70 Fahrer mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, drei von ihnen verlieren vorläufig ihren Führerschein, da ihnen ein Fahrverbot droht.

Die Maßnahme führte zu sofortigen Sanktionen wegen Rasens, Lärmbelästigung und unsicherer Fahrzeugveränderungen. Drei Autofahrer müssen mit einem Führerscheinentzug rechnen, andere erwarten Bußgelder oder juristische Schritte. Die Polizei bekräftigte, auch bei künftigen Treffen konsequent gegen Verkehrsverstöße vorzugehen.

Quelle