Philippinische Polizei rüstet sich für riskante Bangsamoro-Wahlen mit 9.000 Kräften
Julian KleinPhilippinische Polizei rüstet sich für riskante Bangsamoro-Wahlen mit 9.000 Kräften
Die Philippinische Nationalpolizei (PNP) bereitet die Entsendung von fast 9.000 Einsatzkräften für die anstehenden Parlamentswahlen in der Bangsamoro-Region vor. Unterstützung erhalten sie dabei von den Streitkräften der Philippinen (AFP) und der Philippinischen Küstenwache, die zusätzlich 2.000 bis 3.000 Mitarbeiter stellen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Die Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen ausgeweitet, da die Sorge vor möglicher wahlbedingter Gewalt zunimmt. Ursprünglich war nur die Provinz Tawi-Tawi als Hochrisikogebiet eingestuft worden, doch nun überprüfen die Verantwortlichen die Bedrohungslage aufgrund neuer politischer und sicherheitspolitischer Entwicklungen. Die Zahl der teilnehmenden Parteien hat sich von acht auf sechzehn verdoppelt, was die PNP zwingt, ihre Gefahrenanalyse und Einsatzplanung anzupassen.
Um Auseinandersetzungen zu verhindern, führt die PNP bereits vor dem offiziellen Beginn des Wahlkampfs Gespräche mit politischen Clans und Parteien. Die Sicherheitskräfte überwachen zudem lokale Bedrohungsgruppen, darunter Reste extremistischer Organisationen wie die Dawlah Islamiya-Maute-Gruppe und die DI-Hassan-Fraktion. Ein striktes Waffenverbot während der Wahlen wird durchgesetzt – Ausnahmen sind nur mit Genehmigung der Wahlkommission möglich.
Verstärkungskräfte werden aus den Nachbarregionen Mindanaos abgezogen, um nach den Wahlen eine schnellere Umverteilung zu ermöglichen. Spezialeinheiten wie die Special Action Force (SAF), die Maritime Group und die Highway Patrol Group werden ebenfalls mobilisiert, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken.
Die Aufrechterhaltung des Friedens während der Wahlen hängt von kontinuierlicher Abstimmung, Geheimdienstüberwachung und der Zusammenarbeit aller Beteiligten ab. Durch das gemeinsame Vorgehen von PNP, Streitkräften und Küstenwache soll eine sichere Umgebung für Wähler und Kandidaten gleichermaßen geschaffen werden.
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