Pflegeazubis übernehmen Führung: Ein einzigartiges Projekt im Seniorenheim Ohligs
Elias KochPflegeazubis übernehmen Führung: Ein einzigartiges Projekt im Seniorenheim Ohligs
Erstmals Führungsprojekt für Pflegeazubis im St.-Joseph-Seniorenheim in Ohligs
Zum ersten Mal hat im St.-Joseph-Seniorenheim in Ohligs ein Führungsprojekt für Auszubildende in der Pflege stattgefunden. Die seit 2007 bestehende Initiative war bisher auf Krankenhäuser der Kplus-Gruppe beschränkt. In diesem Jahr wurde sie auf Seniorenheime ausgeweitet, die nun unter der neuen Trägerschaft der Alexianer Brüder stehen.
Im Rahmen des Projekts übernahmen 52 Auszubildende in vier Einrichtungen für eine Woche die Leitung eines Wohnbereichs. Im St.-Joseph-Heim betreuten zehn Azubis vom 25. Januar bis zum 2. Februar eine Wohngruppe mit 15 Bewohnern. Zu ihren Aufgaben gehörten Schichtführung, Problemlösung und die Organisation des täglichen Betriebs.
Die Teilnehmenden beschrieben die Woche als anspruchsvoll, aber bereichernd. Die Herausforderungen reichten von der Koordination des Personals bis zum Umgang mit unerwarteten Situationen. Trotz der Schwierigkeiten berichteten viele von gestärktem Selbstvertrauen und einem besseren Verständnis für Führungsaufgaben.
Ziel des Projekts war es, Pflegekräften in Ausbildung praktische Einblicke in die vielfältigen Verantwortungsbereiche der Altenpflege zu vermitteln. Die Organisatoren stellten bei den Teilnehmenden Fortschritte in kritischem Denken und Kreativität fest. Die diesjährige Erweiterung folgte auf einen Trägerwechsel: Die Alexianer Brüder hatten zum 1. Februar 2023 Teile der Kplus-Gruppe übernommen – darunter auch Seniorenheime.
Während einige Kplus-Standorte wie die Kliniken in Haan und Ohligs geschlossen wurden, wird das Krankenhaus in Hilden inzwischen von einem anderen Träger betrieben.
Mit dem Projekt hat die Führungsinitiative erstmals den Weg aus den Krankenhäusern in die Altenpflege gefunden. 52 Auszubildende sammelten praktische Erfahrungen, und das Programm entwickelt sich unter der neuen Leitung weiter. Künftige Auflagen könnten sich an die sich wandelnde Gesundheitslandschaft in der Region anpassen.






