06 May 2026, 08:47

Peaches rockt das Donaufestival mit radikaler Körperkunst und Provokation

Poster for the Theatre de l'Alhambra in Paris featuring a group of smiling women in colorful dresses dancing.

Peaches rockt das Donaufestival mit radikaler Körperkunst und Provokation

Beim diesjährigen Donaufestival in Krems sorgte die kanadische Künstlerin Peaches einmal mehr für Furore. Mit einer schamlosen und kompromisslosen Show unterstrich sie ihren Ruf, provokante Theatralik mit scharfer Gesellschaftskritik zu verbinden. Seit 26 Jahren sprengt die selbsternannte postmenopausale Queer-Ikone Grenzen – diesmal mit einem Auftritt, der das Publikum zwischen Faszination und Schock schwanken ließ. Peaches feierte in ihrem Set weibliche Körper und Sexualität mit ungebändigter Begeisterung. Ein besonders explosiver Moment entstand, als sie sich ein Schamhaar-Toupet über die Brustwarzen klebte – eine Geste, die ihre radikale Haltung zu Identität und Selbstbestimmung unterstrich. Während die Künstlerin den Raum mit Selbstbewusstsein und trockenem Humor dominierte, wurde die Stimmung auf der Bühne kurzzeitig noch unberechenbarer: Ein nicht identifizierbarer Gegenstand flog aus dem Publikum, was zu einem chaotischen, aber typisch Peaches-haften Moment beitrug.

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Ein Zuschauer, ein Mann mittleren Alters, wirkte sichtlich hin- und hergerissen zwischen Schock und Faszination. Doch genau solche Reaktionen scheinen Teil von Peaches’ Konzept zu sein. Ihre Botschaft war klar und unmissverständlich: Ihr Körper, ihre Entscheidungen und ihre Identität gehören allein ihr. Mit dieser Haltung festigte sie beim Donaufestival erneut ihren Status als unangepasste, aber unübersehbare Stimme der Popkultur. Der Auftritt in Krems bestätigte, was Peaches seit Jahrzehnten verkörpert: eine künstlerische Radikalität, die Tabus bricht und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Ihre Mischung aus schriller Performance und politischer Aussagekraft bleibt einzigartig – und polarisierend. Das Donaufestival bot ihr damit erneut eine Bühne, auf der sie beweisen konnte, dass Provokation und Kunst für sie untrennbar sind.

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