Parmelin besucht italienische Brandopfer statt Olympia-Eröffnung
Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin stattete am Donnerstag dem Mailänder Krankenhaus Niguarda einen unangekündigten Besuch ab. Dort traf er italienische Patienten, die beim Brandunglück in Crans-Montana verletzt worden waren, während er eigentlich an der Eröffnung der Olympischen Spiele teilnehmen sollte. Die Reise diente als Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen, die sich noch immer in der Genesung befinden.
Bei dem Brand in Crans-Montana kamen 41 Menschen ums Leben, darunter sechs italienische Staatsbürger. Elf der Verletzten waren ebenfalls Italiener, acht von ihnen befinden sich noch immer auf der Intensivstation oder in der Spezialabteilung für Brandverletzungen. Parmelin verbrachte Zeit mit den Opfern, ihren Angehörigen und dem medizinischen Personal, das sie behandelt.
Während seines Besuchs brachte er seinen Respekt vor der Stärke der Betroffenen zum Ausdruck und dankte den Behandlungsteams. Zudem bekräftigte er die fortlaufende Unterstützung der Schweiz für die Geschädigten. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bestätigte später die Details seiner Reise.
Die Tragödie hat in Italien Kritik ausgelöst, insbesondere an den Ermittlungen der Walliser Behörden. Dennoch lag der Fokus von Parmelins Besuch darauf, den Patienten und ihren Familien persönlich Trost zu spenden.
Parmelins Krankenhausbesuch fällt in eine Phase, in der sich Mailand auf die Olympischen Spiele vorbereitet. Seine Entscheidung, die Verletzten zu treffen, unterstreicht die grenzüberschreitenden Auswirkungen des Brandes. Die Schweizer Regierung beobachtet die Lage weiterhin und leistet dort Hilfe, wo es möglich ist.






