Oscars 2026: Warum Schnurrbärte und glatte Gesichter die rote Teppich-Debatte beherrschen
Elias KochIst der Schnurrbart jetzt in Mode oder nicht? - Oscars 2026: Warum Schnurrbärte und glatte Gesichter die rote Teppich-Debatte beherrschen
Barttrends dominierten die Oscars 2026 – vom markanten Schnurrbart bis zum glatt rasierten Überraschungsauftritt
Bei der Oscarverleihung 2026 standen Barttrends im Mittelpunkt: Stars präsentierten sich mit mutigen Schnurrbärten ebenso wie mit überraschend glatten Gesichtern. Leonardo DiCaprios markantes Erscheinungsbild gehörte zu den meistdiskutierten Momenten des Abends. Doch nicht nur er machte Schlagzeilen – der Schnurrbart erlebt seit Jahren ein großes Comeback und hat sich längst von seinem Klischee der 1980er befreit.
In den 1980er-Jahren feierte der Chevron-Schnurrbart seine Hochphase: dick, gerade und die gesamte Oberlippe bedeckend. In Deutschland wurde er vor allem mit hypermaskulinen Figuren wie Götz Georges Tatort-Kommissar Schimanski assoziiert. International prägten Ikonen wie Tom Selleck, Freddie Mercury und Burt Reynolds den Look – damals oft mit chauvinistischen Untertönen verbunden.
Heute hat der Schnurrbart diese Konnotationen längst abgestreift. Jüngere Generationen empfinden ihn als sexy, maskulin oder sogar verspielt – unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Trends wie der Stoppel-Schnurrbart liegen im Kommen, getragen von Popstars wie Benson Boone. Auch Drag-Künstler:innen wie Larry Long haben den Stil für sich entdeckt und tragen so zu seiner breiten Akzeptanz bei.
Bei den diesjährigen Oscars setzte Timothée Chalamet auf einen zarten Bleistift-Schnurrbart, während Michael B. Jordan mit einem Ankerbart glänzte. Ewan McGregor trug seinen Vollbart akkurat gestutzt, und Ethan Hawke zeigte sich mit einem Henri-quatre – einem Ziegenbärtchen, das den Mund rahlt. Pedro Pascal hingegen sorgte für Aufsehen, als er glatt rasiert erschien, und löste damit Debatten über Barttrends weit über Hollywood hinaus aus.
Harry Styles nutzt seinen Bart seit Langem als Ausdrucksmittel – mal glatt rasiert, mal mit unterschiedlicher Stoppellänge. Seine Wandlungsfähigkeit spiegelt wider, wie sehr sich moderne Einstellungen zu Pflege und Styling gelockert haben: Persönlicher und fließender werden die Entscheidungen getroffen.
Die Renaissance des Schnurrbartes in den letzten drei bis vier Jahren zeigt keine Anzeichen von Erschöpfung. einst mit starren Klischees beladen, ist er heute ein vielseitiger und inklusiver Trend. Mit Stars wie DiCaprio und Chalamet, die ihn ins Rampenlicht rücken, scheint sein Platz in der zeitgenössischen Mode fest verankert.






