OneCoin-Opfer können nun Entschädigung für Milliardenbetrug beantragen
Julian KleinOneCoin-Opfer können nun Entschädigung für Milliardenbetrug beantragen
Der OneCoin-Betrug, einer der größten Finanzskandale der letzten Jahre, entstand 2014 in Bulgarien und verursachte weltweit Verluste von über vier Milliarden US-Dollar. Hinter der Operation standen Ruja Ignatova und Karl Sebastian Greenwood, die Investoren mit dem Versprechen einer revolutionären virtuellen Währung lockten. OneCoin wurde als bahnbrechende Kryptowährung beworben, die Bitcoin Konkurrenz machen sollte. Tatsächlich handelte es sich jedoch um ein Schneeballsystem, das Opfer unter Druck setzte, teure Pakete zu kaufen und weitere Freunde oder Familienmitglieder anzuwerben.
2023 wurde Karl Sebastian Greenwood für seine Rolle in dem Betrug zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Ruja Ignatova hingegen bleibt weiterhin flüchtig.
Das US-Justizministerium hat nun ein Entschädigungsverfahren für die Geschädigten eingeleitet. Zusammen mit dem FBI wurde ein spezielles Portal eingerichtet, über das Opfer Anträge auf Schadensersatz stellen können. Das Entschädigungsprogramm bietet Betroffenen die Möglichkeit, einen Teil ihrer Verluste zurückzuerhalten. Ansprüche müssen jedoch bis zum Stichtag am 30. Juni eingereicht werden. Die Behörden rufen alle Geschädigten auf, ihre Forderungen bis zu diesem Datum geltend zu machen.
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