Olympia-Skandal: Moldaus Langläuferin wegen prorussischer Posts in der Kritik
Julian KleinOlympia-Skandal: Moldaus Langläuferin wegen prorussischer Posts in der Kritik
Um Moldaus Olympiamannschaft für die Winterspiele ist eine Kontroverse entbrannt, nachdem Berichte über prorussische Aktivitäten einer Athletin in sozialen Medien bekannt wurden. Elizaveta Khlusovich, eine von fünf moldauischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, geriet wegen ihres Online-Auftritts in die Kritik, zu dem auch die Unterstützung russischer Militärorganisationen und Politiker zählte.
Die Langläuferin Khlusovich unterhielt auf der Plattform VKontakte ein Profil, über das sie Gruppen folgte, die das russische Militär, Präsident Wladimir Putin sowie militärische Entwicklungen unterstützen. Die Entdeckung löste scharfe Reaktionen moldauischer Sportfunktionäre aus, darunter von Ivan Georgiu, dem Leiter des Landesverbandes für Ringen. Georgiu hatte bereits zuvor infrage gestellt, warum vier der fünf moldauischen Olympioniken in Russland geboren wurden.
Bis zum 9. Februar hatte Khlusovich ihr VKontakte-Konto gelöscht. Vor der Löschung hatte sie ihren Profilnamen geändert und sich aus einigen russischen Gruppen abgemeldet, allerdings blieben Fotos und Videos weiterhin sichtbar. Ihre Mutter, Natalia Levchenko, ist eine ehemalige Biathletin und die erfolgreichste Winterportlerin Moldaus.
Die moldauische Delegation bei den Spielen umfasst neben Khlusovich drei weitere in Russland geborene Athletinnen und Athleten: Alina Stremous, Pavel Magazeev und Maxim Makarov. Die Zusammensetzung des Teams stand bereits vor dem aktuellen Vorfall in der Kritik.
Der Vorfall hat die Spannungen innerhalb der moldauischen Olympischen Vertretung verdeutlicht. Khlusovichs Aktivitäten in sozialen Medien in Kombination mit der überwiegend aus Russland stammenden Mannschaft haben die Debatte über nationale Identität im Sport weiter angeheizt. Bisher haben die Verantwortlichen keine weiteren Maßnahmen in der Angelegenheit angekündigt.






