NRW scheitert 2025 beim Ausbau der Wasserkraft – Klimaziele drohen zu kippen
Amelie FrankeVerband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - NRW scheitert 2025 beim Ausbau der Wasserkraft – Klimaziele drohen zu kippen
Nordrhein-Westfalen verzeichnet 2025 kaum Zuwachs bei Wasserkraft – Klimaziele in Gefahr
In Nordrhein-Westfalen (NRW) gab es 2025 kaum Wachstum im Bereich der Wasserkraft, was Zweifel an den Energie- und Klimazielen des Landes aufkommen lässt. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) verweist auf einen nahezu vollständigen Stillstand bei neuen Projekten: Im vergangenen Jahr ging lediglich ein Mini-Wasserkraftwerk ans Netz.
Landweit wurde 2025 kein einziges konventionelles Wasserkraftwerk in Betrieb genommen. Die einzige Neuanlage – ein 26-Kilowatt-Kraftwerk in Düren – steht damit im deutlichen Kontrast zum Bundestrend. In den letzten fünf Jahren wurden in ganz Deutschland jährlich zwischen 220 und 280 Mini-Wasserkraftwerke (jeweils unter 1 Megawatt Leistung) hinzugefügt, wie aus Bundesdaten hervorgeht.
LEE-NRW-Vorsitzender Hans-Josef Vogel kritisierte die Stagnation als wirtschaftlich unvernünftig und unvereinbar mit den Klimazielen des Landes. Er verwies auf geeignete Standorte an Flüssen wie Lippe, Rur und Werre, wo ein Ausbau möglich wäre. Doch potenzielle Betreiber sehen sich mit langen Genehmigungsverfahren sowie Widerstand von Umweltschutzverbänden und Behörden konfrontiert.
Ende 2025 verfügte NRW über 517 Wasserkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 191 Megawatt – ein Wert, der im Vergleich zu Großprojekten wie dem Steinkohlekraftwerk Datteln 4 verblasst, das allein rund 1.100 Megawatt erzeugt. Der Verband hinterfragte zudem die Wasserstrategie des Landes, die den Rückbau von Querbauwerken vorsieht, die eigentlich die Wasserkraftnutzung fördern könnten.
Die ausbleibende Entwicklung lässt die Wasserkraft in NRW auf der Stelle treten. Mit nur einer neuen Anlage 2025 und anhaltenden bürokratischen Hürden droht das Land weiter hinter seinen Erneuerbare-Energien-Zielen zurückzubleiben. Ohne politische Kurskorrekturen, so die Warnung des Verbands, werde der Ausbau weiterhin blockiert bleiben.
NRW fügt 2025 8,1 MW hinzu – liegt aber hinter nationalen Konkurrenten zurück
Neue Daten zeigen, dass die Wasserkraftkapazität in NRW im Jahr 2025 um 8,1 MW gestiegen ist, was im Vergleich zu der einzigen 26 kW-Anlage, die im ursprünglichen Bericht erwähnt wurde, ein bescheidener Zuwachs darstellt. Diese Aktualisierung klärt den gesamten Wachstum:
- Es wurden in NRW 8,1 MW hinzugefügt, im Gegensatz zu den 149,5 MW in Bayern.
- Der nationale Trend zeigt eine minimale Erweiterung, wobei NRW nur 5,4 % der gesamten deutschen Kapazität von 2025 beisteuert.
- Trotzdem liegt die 8,1 MW immer noch weit unter dem Ziel von 191 MW, das erforderlich ist, um die regionalen Klimaziele zu erreichen.