23 May 2026, 09:02

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen bundesweit

NRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in ganz Deutschland

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen bundesweit

Nordrhein-Westfalen setzt sich für einen gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in ganz Deutschland ein. Aktuell erhalten rund 27.000 freiberuflich tätige Mütter jährlich kein vergleichbares Schutzsystem wie angestellte Frauen – das soll sich nun ändern. Mit konkreten Vorschlägen und einer landesfinanzierten Machbarkeitsstudie will das Land die Reform vorantreiben und eine bundesweite Lösung auf den Weg bringen. Kernpunkt der Pläne ist eine einmalige Pauschalzahlung, die entgangene Einnahmen während der Mutterschutzzeit ausgleichen soll. Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat hierzu detaillierte Vorschläge erarbeitet, die auf den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie basieren. Diese Studie, deren Präsentation im Juli bevorsteht, gilt als entscheidender Schritt für die weitere Umsetzung.

Das Wirtschaftsministerium von Nordrhein-Westfalen hat bereits eine Fachveranstaltung in Berlin organisiert, um über die nächsten Schritte zu diskutieren. An den Gesprächen beteiligen sich Politiker:innen, Vertreter:innen der Wirtschaft sowie zivilgesellschaftliche Gruppen. Ziel ist es, ein tragfähiges Modell zu entwickeln, das die Lücken im bestehenden System schließt.

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Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) unterstreicht die Dringlichkeit der Reform: Eine Schwangerschaft dürfe für selbstständige Frauen nicht länger als berufliches Risiko betrachtet werden. Das Land hat seine Forderungen bereits durch eine Initiative des Bundesrates und die aktuelle Studie gestärkt. Zudem konnte Nordrhein-Westfalen ein breites Bündnis aus Unterstützer:innen schmieden, um die Reformen auf Bundesebene durchzusetzen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, hätten selbstständige Mütter künftig Anspruch auf finanzielle Absicherung während der Mutterschutzzeit. Die anstehende Präsentation der Machbarkeitsstudie im Juli wird zeigen, wie realistisch eine bundesweite Einführung des Modells ist. Die Diskussionen in Berlin markieren dabei einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung zwischen angestellten und freiberuflichen Müttern.

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