08 June 2026, 08:15

NRW-Exporte brechen 2019 um 8,5 % ein – Handelsdefizit wächst dramatisch

Abnehmende wirtschaftliche Macht

NRW-Exporte brechen 2019 um 8,5 % ein – Handelsdefizit wächst dramatisch

Nordrhein-Westfalen verzeichnete im Juni 2019 einen deutlichen Exportrückgang

Im Juni 2019 brach der Export in Nordrhein-Westfalen stark ein: Die Handelszahlen sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,5 %. Dieser Rückgang trug zu einem wachsenden Handelsdefizit bei, da zwar auch die Importe leicht zurückgingen, dies jedoch nicht ausreichte, um die Verluste bei den Ausfuhren auszugleichen.

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Die Exporte des Landes beliefen sich im Juni 2019 auf 15,8 Milliarden Euro – ein spürbarer Rückgang gegenüber Juni 2018. Besonders betroffen waren wichtige Handelspartner: Die Ausfuhren nach Großbritannien brachen um 20,1 % ein, in die USA um 16,1 % und nach China um 9,0 %. Diese Einbrüche waren die Hauptursachen für den Gesamtrückgang.

Die Importe lagen im selben Monat bei 20,1 Milliarden Euro, was einem leichten Rückgang von 1,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz dieses Rückgangs vergrößerte sich die Lücke zwischen Importen und Exporten, wodurch das Handelsungleichgewicht weiter zunahm.

In der ersten Jahreshälfte 2019 summierten sich die Exporte Nordrhein-Westfalens auf 98,5 Milliarden Euro – ein Minus von 0,9 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2018. Gleichzeitig stiegen die Importe um 3,3 % auf 124,7 Milliarden Euro. Die gegenläufigen Entwicklungen verdeutlichten eine zunehmende Abhängigkeit von ausländischen Waren bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage nach heimischen Produkten im Ausland.

Die Zahlen aus dem Juni 2019 zeigen ein schwieriges Handelumfeld für Nordrhein-Westfalen. Da die Exporte stärker sanken als die Importe, weitete sich das Handelsdefizit des Landes aus – ein Zeichen für die schwächere Nachfrage in den wichtigsten Absatzmärkten. Die Entwicklung deutet auf anhaltende wirtschaftliche Belastungen in den Schlüsselsektoren der Exportwirtschaft hin.

Quelle