04 April 2026, 20:16

Neuer Doppelkreisel in Ohligs: Weniger Staus, aber mehr Ärger für Anwohner

Ein Kreisel in einer Stadt mit parkenden Autos, Gebäuden, Strommasten, Schildern, Bäumen, Hügeln und einem klaren blauen Himmel.

Neuer Doppelkreisel in Ohligs: Weniger Staus, aber mehr Ärger für Anwohner

Der neu gestaltete doppelte Kreisverkehr in Ohligs hat seit seiner Fertigstellung Ende 2024 gemischte Reaktionen hervorgerufen. Zwar hat sich der Verkehrsfluss verbessert – es gibt weniger Staus und Unfälle –, doch viele Anwohner und lokale Initiativen sind mit den Veränderungen unzufrieden.

Das Projekt, das die Modernisierung des Viertels vorantreiben sollte, steht wegen unzureichender Kommunikation, Sicherheitsmängeln und unerwarteter Nachteile für Radfahrer sowie Unternehmen in der Kritik. Die Stadt Solingen und lokale Akteure hatten sich von der Umgestaltung des Kreisverkehrs zunächst moderate Verbesserungen erhofft. Tatsächlich verläuft der Verkehr seitdem flüssiger, mit weniger Verzögerungen und Unfällen als zuvor. Doch nicht alle Aspekte des Vorhabens sind wie geplant verlaufen.

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Anwohner berichten, dass das Abbiegen nach rechts in die Bonner Straße nun schwieriger geworden sei, während das Linksabbiegen gefährlich sei. Besonders Radfahrer sehen sich mit verschlechterten Routen konfrontiert, was ihre Fahrten unsicherer macht. Viele Bürger fühlen sich zudem nicht ausreichend über die Änderungen informiert – bestimmte Interessengruppen seien stärker einbezogen worden als die breite Öffentlichkeit.

Sieben zentrale Bedenken, die während der Bürgerbeteiligung geäußert wurden, haben sich inzwischen ganz oder teilweise bestätigt. So kämpfen etwa die Veranstalter des Dürupel-Festivals mit den Folgen der Bauarbeiten und zweifeln daran, ob das Projekt lokale Veranstaltungen oder Gastronomiebetriebe tatsächlich beleben wird. Eine Sonderitzung des Bezirksrates soll die Probleme nun aufgreifen – was zusätzliche Kosten für den Haushalt der Stadt bedeutet.

Künftige Planungen müssen diese Erfahrungen berücksichtigen, um bessere Entscheidungen für den Stadtteil und die gesamte Stadt zu gewährleisten. Die Umgestaltung des Kreisverkehrs hat zwar Vorteile gebracht, etwa weniger Staus und Unfälle. Doch ungelöste Probleme – von mangelnder Kommunikation über Sicherheitsrisiken bis hin zu finanziellen Belastungen – bleiben bestehen.

Die Verantwortlichen müssen diese Kritikpunkte nun angehen, um ähnliche Fehler bei künftigen Projekten zu vermeiden.

Quelle