Mysteriouser Anstieg: Nebenkosten in Russland explodieren um über 30 Prozent
Julian KleinMysteriouser Anstieg: Nebenkosten in Russland explodieren um über 30 Prozent
In mehreren russischen Regionen, darunter auch im Föderationskreis Chabarowsk, sind die Nebenkosten für die Bewohner seit Januar deutlich gestiegen. Einige Haushalte berichten von Erhöhungen um über 30 %, in manchen Fällen verdoppelten sich die Abgaben sogar – ohne klare Begründung.
Der plötzliche Anstieg folgt auf eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 % zum 1. Januar, die offiziell zu einer Tarifanpassung von 1,7 % führte. Doch diese Änderung erklärt nicht die weitaus höheren Kosten, die viele Bürger nun tragen müssen. In Gebieten ohne individuelle Zähler werden die Abrechnungen auf Basis von Durchschnittsverbrauchswerten berechnet – ein Faktor, der zu den drastischen Steigerungen beigetragen haben könnte.
Der Föderale Antimonopoldienst (FAS) hat inzwischen in mehreren Regionen Prüfungen eingeleitet, um zu klären, ob die Tariferhöhungen gerechtfertigt sind. Kontrollen finden unter anderem in der Oblast Tjumen, im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen, auf Sachalin, in der Oblast Pskow und in Udmurtien statt. Die FAS-Niederlassung in Chabarowsk hingegen weigert sich bisher zu einer Stellungnahme und begründet dies damit, noch keine Anweisungen aus der Zentrale erhalten zu haben.
Ziel der FAS-Untersuchungen ist es, die Rechtmäßigkeit der drastischen Nebenkostenerhöhungen zu überprüfen. Die betroffenen Bürger warten nun auf die Ergebnisse der Prüfungen, die möglicherweise zu Anpassungen der künftigen Abgaben führen könnten. Zudem könnte geklärt werden, wie die Tarife in Gebieten mit pauschaler Verbrauchsabrechnung künftig berechnet werden.






