11 May 2026, 00:23

Münster setzt auf Langzeitpartnerschaft für mehr Zusammenhalt in Problemvierteln

Ein Diagramm mit der Überschrift "Verantwortung in der Gemeinschaft" mit einem zentralen Kreis, der durch Pfeile mit drei überlappenden Kreisen verbunden ist, alles in fetter, leuchtender Schrift.

Münster setzt auf Langzeitpartnerschaft für mehr Zusammenhalt in Problemvierteln

Münster startet Langzeitpartnerschaft zur Stärkung des Zusammenhalts in benachteiligten Stadtteilen

Die Stadt hat die Initiative „Demokratie stärken“ ins Leben gerufen, die die Stadtverwaltung und die örtliche Polizei zusammenbringt. Das Vorhaben knüpft an frühere Erfolge im Stadtteil Coerde an und wird nun flächendeckend in Münster umgesetzt. Oberbürgermeister Markus Lewe und Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf unterzeichneten die Vereinbarung am 1. September 2023 offiziell. Im Fokus stehen Quartiere mit besonderen Herausforderungen wie hoher Arbeitslosigkeit und Kinderarmut – dort soll die demokratische Teilhabe gezielt gefördert werden.

Ein zentraler Bestandteil der Partnerschaft sind regelmäßige „Stadtteilspaziergänge“, bei denen Vertreter der Stadt und der Polizei mit Anwohnern, Unternehmen und lokalen Initiativen ins Gespräch kommen. Gemeinsam mit den Beteiligten sollen so Lösungen für vor Ort entwickelte werden. Zudem sind Aktionstage geplant, die sich konkreten Problemen widmen – von Lärmbelästigung und Müllentsorgung bis hin zur öffentlichen Sicherheit.

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Präventive Maßnahmen spielen eine Schlüsselrolle: Sportveranstaltungen, Dialogforen und Workshops sollen Integration, bürgerschaftliches Engagement und verantwortungsvolles Handeln fördern. Die Zusammenarbeit mit dem HOT Jugendzentrum unterstreicht dabei den Fokus auf direkte Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen.

Die Leitung der Kooperation übernimmt Kathrin Freund, die bereits das Projekt „Coerde Zukunft“ verantwortet. Stadt und Polizei arbeiten bereits unter dem Motto „Vor Ort präsent – Demokratie stärken“ mit weiteren Netzwerkpartnern zusammen.

Die Initiative überträgt ein bewährtes Modell aus Coerde auf das gesamte Stadtgebiet. Durch die Kombination von Bürgerbeteiligung und gezielten Maßnahmen sollen Lebensbedingungen und demokratische Teilhabe verbessert werden. Erste Schritte wie Dialogveranstaltungen und Präventionsprogramme starten in den kommenden Monaten.

Quelle