MIT Solingen diskutiert EU-Herausforderungen für den Mittelstand und warnt vor Bürokratie
Elias KochMIT Solingen diskutiert EU-Herausforderungen für den Mittelstand und warnt vor Bürokratie
Jährlicher Wirtschaftsempfang der MIT Solingen zieht Bilanz: EU-Rahmenbedingungen für Mittelstand im Fokus
Kürzlich fand der jährliche Wirtschaftsempfang der MIT Solingen statt, der führende Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammenbrachte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die EU die Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gestaltet. Diskutiert wurden zudem Bürokratieabbau, der Binnenmarkt sowie die Risiken, die von politischer Europa-Müdigkeit ausgehen.
Ursprünglich hatte die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann ihre Teilnahme zugesagt, sagte jedoch aus persönlichen Gründen ab. Als prominente Vertreterin sprang Miriam Viehmann ein, die Europakandidatin für das Bergische Land. An ihrer Seite diskutierten Wirtschaftsführer wie Rainer Vehns, Vorstandsvorsitzender der codecentric AG, und Jörg Püttbach, Geschäftsführer der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH.
Die Gespräche des Abends drehten sich um die Rolle des Europäischen Parlaments bei der Unterstützung von KMU. Dabei ging es um die Balance zwischen dem Abbau überflüssiger Vorschriften und der Nutzung der Vorteile des Binnenmarkts. Besorgnis löste zudem der Aufstieg rechtsextremer Parteien aus, die sich gegen die europäische Integration stellen.
Zwei langjährige Mitglieder der MIT Solingen wurden im Rahmen der Veranstaltung für ihr Engagement geehrt. Beim Netzwerken tauschten sich die Teilnehmer über wirtschaftliche Herausforderungen und politische Lösungsansätze aus. Einig war man sich darin, dass stabile politische Rahmenbedingungen entscheidend für ein florierendes Unternehmensumfeld sind.
Obwohl die Veranstaltung die aktuellen EU-Strukturen – etwa die führenden Fraktionen EVP und S&D – thematisierte, blieben konkrete Auswirkungen der Europawahl 2019 auf deutsche KMU unerwähnt.
Der Empfang unterstrich die Notwendigkeit klarer politischer Unterstützung, um KMU bei der Bewältigung von EU-Regularien und Marktchancen zu helfen. Die Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Verständnis der anstehenden Herausforderungen – von bürokratischen Hürden bis hin zur Bedrohung durch europafeindliche Strömungen. Die Diskussionen bildeten den Auftakt für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik.






