Mexikos Patria-Impfstoff scheitert – Regierung setzt auf internationale Hilfe
Felix HoffmannMexikos Patria-Impfstoff scheitert – Regierung setzt auf internationale Hilfe
Mexikos Patria-Impfstoff – einst ein zentrales Versprechen unter Ex-Präsident Andrés Manuel López Obrador – steht nun vor erheblichen Problemen. Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo bestätigte kürzlich Produktionsschwierigkeiten bei dem im Inland entwickelten Vakzin. Gleichzeitig setzt die Regierung auf internationale Partnerschaften, um die Impfstoffversorgung des Landes zu sichern.
Der Patria-Impfstoff war von López Obrador im Februar 2021 als heimische Lösung gegen die Pandemie angekündigt worden. Entwickelt vom Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie (Conahcyt) unter der Leitung von María Elena Álvarez-Buylla, erhielt er im Oktober 2022 die Zulassung der Bundeskommission zum Schutz vor gesundheitlichen Risiken (Cofepris). Doch bald darauf traten Produktionsprobleme auf.
Bei einer Pressekonferenz am 11. Februar 2023 sprach Sheinbaum Pardo offen über die Rückschläge. Gesundheitsminister David Kershenobich Stalnikowitz gab später zu, dass der Impfstoff die Prüfstandards von Cofepris nicht erfüllt habe. In der Folge bleibt das Vakzin weiterhin in der Überprüfungsphase – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.
Als Reaktion darauf hat Mexiko seine Strategie geändert und setzt nun auf externe Kooperationen. Das Gesundheitsministerium, das staatliche Pharmaunternehmen Birmex, der Arzneimittelhersteller Liomont und Moderna unterzeichneten eine Vereinbarung zur Produktion von mRNA-Impfstoffen im Land. Sheinbaum Pardo bestätigte zudem Pläne zum Kauf von Dosen von Moderna und anderen internationalen Herstellern, um die durch die Verzögerungen bei Patria entstandene Lücke zu schließen.
Die Entwicklung des Patria-Impfstoffs stockt aufgrund von Produktions- und regulatorischen Herausforderungen. Da die Regierung nun auf ausländische Partnerschaften setzt, hat Mexikos Impfstrategie eine neue Richtung eingeschlagen. Die Vereinbarung mit Moderna markiert einen wichtigen Schritt, um der Bevölkerung weiterhin Zugang zu mRNA-Impfstoffen zu gewährleisten.






