Mexiko-Stadt entschuldigt sich bei Familie nach jahrelangem Verschwindenlernen eines jungen Mannes
Julian KleinMexiko-Stadt entschuldigt sich bei Familie nach jahrelangem Verschwindenlernen eines jungen Mannes
Die Generalstaatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt (FGJ) hat sich öffentlich bei der Familie von Julio César Cervantes Cabañas entschuldigt. Die offizielle Erklärung erfolgte am Mittwoch, nachdem die Menschenrechtskommission der Hauptstadt eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen hatte. Der Fall betrifft das Verschwinden und den Tod des jungen Mannes, dessen Leichnam erst über zwei Jahre nach seinem Verschwinden gefunden wurde.
Julio César Cervantes Cabañas verschwand am 20. September 2021. Seine sterblichen Überreste wurden im Januar 2024 in den Straßen von Coyoacán entdeckt. Dennoch wurde seine Familie erst elf Monate später informiert.
Omar Guadalupe Gutiérrez Lozano, der allgemeine Koordinator für Rechtsfragen und Menschenrechte der FGJ, übermittelte die Entschuldigung persönlich an Julios Eltern, Laura und Leobardo. Er räumte ein, dass die Behörde die Familie weder während Julios Verschwinden noch nach seinem Tod ausreichend unterstützt habe. Gutiérrez Lozano sprach von zwei Verschwinden: einem physischen und einem behördlichen.
Laura Cabañas, Julios Mutter, nahm die Entschuldigung an, betonte jedoch, dass tiefgreifendere Veränderungen notwendig seien. Sie forderte strukturelle Reformen innerhalb der FGJ, um ähnliche Versäumnisse in zukünftigen Fällen zu verhindern. Die Entschuldigung folgte der Empfehlung 09/2025 der Menschenrechtskommission von Mexiko-Stadt (CDHCM).
Mit dem Eingeständnis der Verantwortung reagiert die FGJ offiziell auf die langjährigen Forderungen der Familie. Die verzögerte Benachrichtigung der Angehörigen über Julios Verbleib bleibt ein zentraler Kritikpunkt im Fall. Künftig steht die Behörde unter Druck, die empfohlenen Reformen umzusetzen.






