05 May 2026, 04:50

Met Gala 2026: Zwischen Glamour, Geld und wachsender Kritik

Frauen in grünen T-Shirts, die bei einer Demonstration stehen und weiße Decken halten, mit vielen anderen Mädchen im Hintergrund.

Met Gala 2026: Zwischen Glamour, Geld und wachsender Kritik

Die Met Gala – „der größte Modeabend der Welt“ – hat sich von einem bescheidenen Wohltätigkeitsdinner zu einem glamourösen Staraufgebot entwickelt. Seit 1948 veranstaltet, findet das Event jedes Jahr am ersten Montag im Mai statt und sammelt Spenden für das Costume Institute des New Yorker Metropolitan Museum of Art. Doch die diesjährige Ausgabe steht wegen ihrer Verflechtung mit Unternehmensinteressen in der Kritik.

Ursprünglich als schlichte Zusammenkunft mit Eintrittspreisen von rund 50 Dollar gestartet, wandelte sich die Gala 1972 unter der Leitung von Diana Vreeland zu einem spektakulären Ereignis, als sie das Motto der Veranstaltung mit der jährlichen Modeausstellung des Museums verband. 1995 übernahm Anna Wintour den Vorsitz und machte daraus einen globalen Kulturhöhepunkt, bei dem Prominente und Designer mit opulenten Kreationen glänzen.

Im Laufe der Jahrzehnte stiegen die Ticketpreise rasant an: 2026 kosten Einzelplätze bereits über 100.000 Dollar. Die anstehende Gala gerät besonders wegen der Rolle von Jeff Bezos als finanzieller Hauptförderer und Ehren-Co-Chair in die Schusslinie. Aktivisten und öffentliche Persönlichkeiten rufen zum Boykott auf – mit Verweis auf die Machtkonzentration von Konzernen und fragwürdige Arbeitsbedingungen.

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New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat seine Teilnahme öffentlich abgesagt und dies als politisches Statement begründet. Trotz der Kontroversen bleibt die Gala eine zentrale Spendenquelle für das Costume Institute und eröffnet gleichzeitig die jährliche Ausstellung des Museums.

Die Met Gala prägt weiterhin Mode und Popkultur, doch die Ausgabe 2026 sieht sich einer beispiellosen Prüfung ausgesetzt. Angesichts einflussreicher Geldgeber und explodierender Kosten bleibt ungewiss, wie sich das Event künftig entwickeln wird – und wie die Öffentlichkeit darauf reagiert. Die Debatte spiegelt die wachsenden Spannungen zwischen Tradition, Prominenz und wirtschaftlicher Einflussnahme wider.

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