Mehr als ein Drittel der Schüler in NRW hat Migrationshintergrund – neue Zahlen enthüllen regionale Unterschiede
Elias KochMehr als ein Drittel der Schüler in NRW hat Migrationshintergrund – neue Zahlen enthüllen regionale Unterschiede
Im Schuljahr 2018/19 besuchten über 900.000 Kinder Schulen in Nordrhein-Westfalen. Neue Zahlen zeigen, dass mehr als ein Drittel dieser Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund hatten. Die Daten belegen zudem einen leichten Anstieg der Vielfalt im Vergleich zum Vorjahr.
Als Migrationshintergrund gilt laut Statistik, wenn mindestens ein Elternteil im Ausland geboren wurde oder zu Hause eine andere Sprache als Deutsch spricht. Insgesamt erfüllten 36,9 % der Schulkinder in der Region dieses Kriterium – ein Anstieg um 1,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahlen variieren jedoch stark zwischen den Städten. Duisburg und Gelsenkirchen verzeichneten mit 53,2 % bzw. 53,1 % die höchsten Anteile. Am anderen Ende der Skala lagen Borken (19,7 %) und Coesfeld (16,0 %) mit den niedrigsten Werten.
Auch die Schulform spielte eine Rolle: An Hauptschulen war der Anteil am höchsten – hier hatten 56,8 % der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund. Andere Schulformen wiesen ebenfalls beträchtliche, wenn auch geringere Prozentsätze auf.
Die Daten unterstreichen die wachsende Vielfalt an den Schulen Nordrhein-Westfalens. Mit mehr als einem Drittel der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund spiegelt sich hier ein breiterer demografischer Wandel in der Region wider. Gleichzeitig zeigen die Zahlen deutliche Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten sowie zwischen den verschiedenen Schulformen auf.






