Marzahner Pride Week endet mit Parade trotz rechtsextremer Bedrohungen
Amelie FrankeMarzahner Pride Week endet mit Parade trotz rechtsextremer Bedrohungen
Marzahner Pride Week endet mit traditioneller Parade am Samstag
Die diesjährige Marzahner Pride Week geht am Samstag mit ihrer jährlichen Parade zu Ende. Die Veranstaltung, die in diesem Jahr zum siebten Mal stattfindet, beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Eröffnungsreden halten Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, und Gordon Lemm.
Organisiert wird der Umzug vom Verein Quarteera e.V., der queeren Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus Unterstützung bietet. Im Anschluss an die Demonstration startet um 14:30 Uhr ein Stadtteilfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Aktivitäten.
Marzahn, ein Bezirk mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, verzeichnet seit einiger Zeit vermehrte rechtsextreme Aktivitäten. Im vergangenen Jahr sah sich die Veranstaltung mit Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) konfrontiert. Auch die Berliner Meldestelle für diskriminierende Vorfälle dokumentiert anhaltende rechtsextreme Propaganda in der Region.
Trotz dieser Risiken haben sich für 2024 keine organisierten Gegenproteste angekündigt. Krah appellierte dennoch zur Wachsamkeit – 2023 waren fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Störungen betroffen.
Die Parade und das Fest finden wie geplant statt. Die Veranstalter bleiben vorsichtig, angesichts früherer Bedrohungen und der rechtsextremen Vorgeschichte des Bezirks. Krahs Warnung unterstreicht, wie wichtig es ist, auch ohne akute Gegenproteste wachsam zu bleiben.






