Markwayne Mullin soll neues DHS-Oberhaupt werden – ein Trump-Loyalist mit kämpferischem Profil
Amelie FrankeMarkwayne Mullin soll neues DHS-Oberhaupt werden – ein Trump-Loyalist mit kämpferischem Profil
Der Senator aus Oklahoma, Markwayne Mullin, soll neuer Leiter des Ministeriums für Innere Sicherheit werden. Seine Nominierung, die am 31. März der Bestätigung durch den Senat bedarf, folgt auf den Rückzug von Kristi Noem aus diesem Amt. Mullin, bekannt für seinen kämpferischen Stil und seine konservative Haltung, hat sich im Kongress jahrelang für eine Politik eingesetzt, die sich an der Linie des früheren Präsidenten Donald Trump orientiert.
Mullin zog 2023 in den Senat ein, nachdem er zuvor ein Jahrzehnt im Repräsentantenhaus verbracht hatte. Er ist der einzige amtierende Senator ohne Bachelor-Abschluss. Als gläubiger Christ und Bürger der Cherokee Nation – des größten indigenen Stammes Nordamerikas – verbindet er seinen Glauben und seine Herkunft mit einer kompromisslosen politischen Ausrichtung.
Während der Erstürmung des Kapitols 2021 befand sich Mullin im Gebäude und soll Eindringlinge gewarnt haben, er werde sich ihnen notfalls körperlich entgegensetzen. Sein konfrontativer Ruf festigte sich weiter, als er später während einer Senatsanhörung den Gewerkschaftsführer der Teamsters, Sean O’Brien, zu einem Faustkampf herausforderte.
Seit 2016 ist Mullin ein treuer Unterstützer Trumps und hat dessen Migrationspolitik sowie die Behauptungen zu Wahlfälschungen konsequent verteidigt. Er vertritt die Auffassung, die amerikanische Öffentlichkeit habe sich für eine Fortführung von Trumps Führung entschieden. In der Abtreibungsfrage lehnt er Eingriffe ab und setzt sich für strengere Beschränkungen ein.
Trotz seiner deutlichen persönlichen Überzeugungen hat Mullin zugesichert, alle vom Kongress beschlossenen Richtlinien umzusetzen – selbst wenn sie seinen eigenen Ansichten widersprechen.
Falls bestätigt, übernimmt Mullin zu einer Zeit tiefer politischer Spaltung eine Schlüsselrolle in der Sicherheitspolitik. Sein bisheriger Werdegang deutet auf einen Führungsstil hin, der von Direktheit und unerschütterlichen konservativen Prinzipien geprägt ist. Die Senatsentscheidung am 31. März wird zeigen, ob er die Leitung des Ministeriums übernimmt.






