Markus Preuss verlässt SPD-Fraktion in Solingen – bleibt aber Parteimitglied
Elias KochMarkus Preuss verlässt SPD-Fraktion in Solingen – bleibt aber Parteimitglied
Markus Preuss hat die SPD-Fraktion in Solingen verlassen, bleibt aber Parteimitglied. Sein Austritt folgt anhaltenden Meinungsverschiedenheiten mit der lokalen Führung und mangelndem Respekt, wie er empfindet. Künftig wird er als Unabhängiger unter dem Namen SPD-SüdBurg die Interessen seiner Wähler vertreten.
Als Hauptgrund für seinen Schritt nannte Preuss die wiederholte Ablehnung seiner Anträge für die Tagesordnung. Zudem kritisierte er die Art und Weise, wie die Fraktion mit Themen umgehe, die die ärmsten Bürger betreffen – seine Bedenken seien ignoriert worden. Ein weiterer Streitpunkt war das Projekt der BHC-Arena und die damit verbundene Machbarkeitsstudie über 1,5 Millionen Euro, zu der Preuss eine andere Position als die Fraktion vertrat.
Die Entscheidung fiel nach Absprache mit dem SPD-Ortsverein SüdBurg, der seinen Schritt einstimmig unterstützte. Preuss betonte, dass mangelnder Respekt seitens einiger Parteimitglieder eine zentrale Rolle gespielt habe. Er fordert nun einen eigenen Tisch für SPD-SüdBurg im Rat und pocht auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Trotz der Trennung bleibt Preuss SPD-Mitglied. Er verwies auf tiefe Gräben innerhalb der lokalen Partei und rief führende Köpfe auf, ihr Verhalten zu überdenken. Sein Fokus liegt nun darauf, seine Wähler unabhängig zu vertreten, ohne seine Parteizugehörigkeit aufzugeben.
Preuss wird weiterhin im Stadtrat unter dem Banner SPD-SüdBurg aktiv sein. Sein Austritt verändert die lokale SPD-Dynamik: Seine Anträge und politischen Anliegen werden künftig außerhalb der Hauptfraktion verfolgt. Die Partei steht nun vor internen Fragen zu Einheit und Entscheidungsprozessen.






