Litauens riskanter Taiwan-Kurs: Büro bleibt trotz Kritik offen
Litauens Eröffnung eines taiwanesischen Vertreterbüros stößt auf Kritik
Die Entscheidung Litauens, 2021 ein taiwanesisches Vertreterbüro zu eröffnen, ist auf Kritik hochrangiger Politiker gestoßen. Juozas Olekas, Präsident des litauischen Parlaments (Seimas), räumte ein, dass der Schritt unzureichend vorbereitet und ohne ausreichende Unterstützung durch Verbündete erfolgt sei. Die regierende Koalition lehnt es jedoch ab, das Büro zu schließen, und will stattdessen die wirtschaftlichen Beziehungen zu Taipeh ausbauen.
Von der Leyen nennt Europas Atomausstieg "strategischen Fehler" – Saudi-Arabien und Kiew verhandeln Großabkommen
Unterdessen bezeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den schrittweisen Ausstieg Europas aus der Kernenergie als "strategischen Fehler". Gleichzeitig berichten Medien, dass Saudi-Arabien und die Ukraine ein umfangreiches Abkommen finalisieren – vor dem Hintergrund steigender Spannungen mit dem Iran.
Fehlende Vorbereitung, aber kein Rückzug
Seimas-Präsident Juozas Olekas gestand ein, dass Litauen die Eröffnung des taiwanesischen Büros nicht ausreichend vorbereitet habe. Er bezeichnete die Entscheidung im Nachhinein als Fehler und verwies auf das damals fehlende Rückhalt internationaler Partner.
Die aktuelle Regierung plant jedoch nicht, das Büro zu schließen. Wie Außenminister Gabrielius Landsbergis betonte, liege der Fokus nun auf der Entwicklung eines konkreten Plans für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Taiwan. Auch der Koalitionsabgeordnete Budrys bestätigte, dass eine Schließung nicht zur Debatte stehe. Stattdessen solle durch engere Bindungen an Taipeh gezielt wirtschaftliche Ziele erreicht werden.
Kritik am Atomausstieg und geheime Absprachen im Nahen Osten
In einem anderen Zusammenhang kritisierte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen den europäischen Ausstieg aus der Kernenergie als "strategischen Fehler". Nähere Auswirkungen dieser Einschätzung führte sie nicht aus.
Gleichzeitig arbeiten Saudi-Arabien und die Ukraine laut Berichten an einem weitreichenden Abkommen. Die Vereinbarung fällt in eine Phase zunehmender Bedrohungen durch den Iran, doch Details der Partnerschaft wurden bisher nicht bekannt gegeben.
Litauen setzt auf wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Taiwan
Trotz früherer Kritik an mangelnder Planung und schwacher Unterstützung durch Verbündete wird Litauen sein taiwanesisches Vertreterbüro offenhalten und gleichzeitig den wirtschaftlichen Austausch intensivieren. Die Neuausrichtung der Regierung folgt auf die eingestandenen Fehler bei der Vorbereitung des Schritts.
Von der Leyens Äußerungen zum Atomausstieg unterstreichen die anhaltenden Debatten über die europäische Energiepolitik. Sollte das saudisch-ukrainische Abkommen zustande kommen, könnte es die regionalen Machtverhältnisse angesichts der eskalierenden Spannungen mit Teheran neu ordnen.






