Lehigh University reformiert Struktur für mehr Kunst, Technologie und interdisziplinäres Lernen
Elias KochLehigh University reformiert Struktur für mehr Kunst, Technologie und interdisziplinäres Lernen
Die Lehigh University hat eine umfassende Umstrukturierung angekündigt, um ihre Schwerpunkte in den Bereichen Kunst, Technologie und Bildung zu stärken. Die Veränderungen folgen auf eine Phase des Wachstums, darunter ein Besucheranstieg von 25 Prozent im Zoellner Arts Center in den vergangenen fünf Jahren. Die Universität will damit kreative Ausdrucksformen, digitale Innovation und interdisziplinäres Lernen auf dem gesamten Campus fördern.
Die bedeutendste Neuerung ist die Schaffung einer neuen Abteilung für Kunst und Bibliotheken. Diese Einheit wird die Universitätsbibliotheken, das Zoellner Arts Center und die Kunstgalerien unter einer gemeinsamen Führung zusammenfassen. Greg Reihman wurde zum Vize-Prorektor ernannt und wird die Abteilung leiten, die darauf abzielt, die Sichtbarkeit und Wirkung von Kunst und Geisteswissenschaften zu erhöhen. Zudem soll die Umstrukturierung die Lernerfolge der Studierenden verbessern, interdisziplinäre Forschung fördern und ein besseres Umfeld für Lehrkräfte und Mitarbeiter schaffen.
Die Reform erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Besucherzuwachses im Zoellner Arts Center: Die Zahlen stiegen von 150.000 im Jahr 2021 auf 187.500 im Jahr 2025 – ein Plus von 25 Prozent. Großveranstaltungen wie das Bethlehem BachFest 2023 (12.000 Besucher) und die Andy-Warhol-Retrospektive 2024 (18.000 Besucher) trugen maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Die Warhol-Ausstellung erhielt sogar überregionale Aufmerksamkeit in der New York Times.
Eine weitere zentrale Veränderung betrifft die Abteilung für Informationstechnologie (ITS), die künftig der Division Finanzen und Verwaltung unterstellt wird, geleitet von Ilena Key. Dieser Schritt soll die operative Steuerung der Campus-Systeme optimieren, die Lehre, Forschung und den täglichen Betrieb unterstützen. Die ITS wird sich auf digitale Transformation, Cybersicherheit und zukunftsfähige Lösungen konzentrieren.
Zudem wird das Zentrum für Innovationen in Lehre und Lernen nun an Dominic Packer, Vize-Prorektor für Bildungsinnovation und Evaluation, berichten. Die Universität betont, dass diese Anpassungen ihr Engagement für technologische Agilität, kreative Entfaltung und bildungspolitischen Fortschritt unterstreichen.
Die neue Struktur rückt Kunst und Bibliotheken in den Mittelpunkt interdisziplinärer Arbeit und sorgt zugleich für eine stärkere Aufsicht über die IT-Systeme, die den Universitätsbetrieb tragen. Angesichts steigender Besucherzahlen im Zoellner Arts Center und eines erweiterten Programmangebots zielen die Veränderungen darauf ab, an die jüngsten Erfolge anzuknüpfen und gleichzeitig das Fundament für künftiges Wachstum zu legen.






