Künstler verklagt Nordstrom wegen unautorisierter Skulpturen-Nachbauten in Filialen
Amelie FrankeKünstler verklagt Nordstrom wegen unautorisierter Skulpturen-Nachbauten in Filialen
Der kalifornische Künstler Dustin Gimbel wirft dem Kaufhauskonzern Nordstrom vor, in seinen Filialen unautorisierte Pappkopien seiner Skulpturen als Dekoration zu nutzen. Die Warenhauskette, die 90 Standorte betreibt, hat nach direkter Kontaktaufnahme mit dem Künstler begonnen, die fraglichen Objekte zu entfernen.
Gimbel entdeckte das Problem erstmals im vergangenen Monat, als Freunde ihn darauf aufmerksam machten, dass Nordstrom seine Totem-Designs präsentiere. Aufgrund von Hinweisen seiner Follower und eigener Beobachtungen schätzt er, dass ähnliche Dekorationen in Hunderten von Filialen zu finden sind.
Der Künstler vermutet, dass jemand in der Nordstrom-Führungsebene von der Angelegenheit wusste und bewusst eine Abkürzung nahm. Er argumentiert, dass jede der drei ähnlich großen Skulpturen, hätte er sie selbst für den Einzelhandel angefertigt, einen Verkaufspreis von 3.505 Dollar hätte.
Gimbel, der als Hobbykünstler begann, nachdem sein Gartendesign-Unternehmen Erfolg hatte, steht in keiner Verbindung zur Gimbel-Familie, die einst hinter der ehemaligen Warenhauskette Gimbel Brothers stand. Er fordert eine Entschädigung und verweist auf mögliche Schäden für seine moderelevanten Verkäufe und Werbemöglichkeiten.
Nordstrom erklärte, man habe versucht, die Angelegenheit mit Gimbel zu klären, wirft ihm jedoch vor, nicht auf die Kontaktversuche reagiert zu haben. Der Konzern entfernt nun die umstrittenen Dekorationen aus seinen Filialen und betont, man habe stets nach einer Lösung gesucht. Gimbel hingegen besteht weiterhin auf eine Entschädigung und die Anerkennung seiner künstlerischen Arbeit.






