Krefeld und Willich prüfen Verkehrsverbund – doch die Finanzierung bleibt offen
Elias KochKrefeld und Willich prüfen Verkehrsverbund – doch die Finanzierung bleibt offen
Ein geplanter Verkehrsverbund zwischen Willich und Krefeld nimmt mit einem neuen Prüfverfahren konkretere Formen an. Die Entscheidung sieht zwar noch keine Finanzierung oder Baugenehmigung für das Kreditprojekt vor, legt jedoch einen klaren Fahrplan für die Bewertung fest. Beide Städte müssen nun die Machbarkeit, die Kosten und die möglichen Vorteile des Projekts untersuchen, bevor weitere Schritte eingeleitet werden können.
Mit dem jüngsten Beschluss wurde die Verwaltung beauftragt, das Vorhaben umfassend zu prüfen. Zu den zentralen Aspekten zählen Finanzierungsmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit sowie der Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger in Willich und Krefeld. Auch das Land Nordrhein-Westfalen führt im Rahmen der übergeordneten Nahverkehrsplanung eine eigene Bewertung durch, allerdings ohne festen Zeitrahmen.
Krefeld hatte zuvor geraten, die Ergebnisse des Landes abzuwarten, bevor man weiter voranschreitet. Unterdessen unterstützt der SPD-Ratsherr Lukas Siebenkotten eine gemeinsame Machbarkeitsstudie und betont die Notwendigkeit transparenter Finanzierung sowie solider Haushaltsplanung. Der Vorschlag sieht vor, dass beide Städte die Kosten für die Studie hälftig tragen und diese im Voraus veranschlagen.
Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen begrüßt den Schritt und fordert eine sachliche Abwägung der Vor- und Nachteile des Projekts. Details zu politischen Diskussionen, früheren Studien oder konkreten Anschlussplänen bleiben jedoch vage. Als verwandte Initiativen werden lediglich übergeordnete Regionalprojekte wie das Rheinische Radverkehrsrevier genannt, das zwar benachbarte Gebiete einbezieht, nicht aber diese direkte Verbindung.
In der nächsten Phase steht eine detaillierte Prüfung im Vordergrund – nicht etwa eine sofortige Umsetzung. Willich und Krefeld müssen nun gemeinsam die Tragfähigkeit des Projekts und dessen Finanzierung bewerten. Weitere Fortschritte hängen von den Ergebnissen dieser Studie sowie der laufenden Landesbewertung ab.
Krefelds Priorisierung der S42-Verlängerung bietet neuen Schwung für die Willicher Verbindung
Krefeld hat die Pläne für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 042 nach Willich beschleunigt und verweist auf mögliche Vorteile für 10.000–12.000 Einwohner und wichtige Arbeitsplätze. Wichtige Entwicklungen sind:
- Der aktualisierte Verkehrsplan der Stadt priorisiert nun die S42-Verlängerung als Projekt mit hohem Nutzen.
- Der SPD-Vorsitzende von Willich, Lukas Maaßen, bezeichnete den Schritt als "richtig gute Nachricht für Willich", da er "Rückwind" für gemeinsame Fortschritte schafft.
- Die Planung könnte bis zur A44-Motorway-Korridor auf Krefelder Seite vorankommen, wenn Willich die Umsetzung verzögert.