Kplus-Gruppe verlässt Sanierungsverfahren 2024 – doch neurologische Krise bleibt
Julian KleinKplus-Gruppe verlässt Sanierungsverfahren 2024 – doch neurologische Krise bleibt
Kplus-Gruppe plant Austritt aus gerichtlich überwachtem Restrukturierungsverfahren Anfang 2024
Die Kplus-Gruppe steht kurz vor dem Abschluss ihres gerichtlich überwachten Sanierungsverfahrens – voraussichtlich im ersten Quartal 2024. Dieser Schritt folgt auf eine Reihe strategischer Neuausrichtungen, darunter Änderungen in der Neurologie sowie bei Partnerschaften. Rücktritte und Konkurrenzaktivitäten anderer Krankenhäuser haben die Pläne des Konzerns zusätzlich geprägt.
Das Restrukturierungsverfahren war notwendig geworden, nachdem finanzielle Schwierigkeiten die Kplus-Gruppe gezwungen hatten, Gläubigerschutz zu beantragen. Die endgültige Freigabe hängt nun von der Unterzeichnung der Investorenvereinbarungen ab, wobei der Austritt für Anfang 2024 geplant ist.
Ein schwerer Rückschlag ereignete sich, als das Städtische Klinikum Solingen das gesamte Neurologie-Team der St.-Lukas-Klinik – einer Einrichtung der Kplus-Gruppe – abwarb. Der Chefarzt und der Großteil der leitenden Ärzte kündigten, was die Abteilung in eine Krise stürzte. In der Folge zog die Kplus-Gruppe ihren Antrag zurück, ab kommendem Jahr neurologische Versorgungsleistungen in Solingen und im südlichen Kreis Mettmann anzubieten.
Die neurologische Abteilung hatte über 90 Beschäftigte, darunter 26 Ärzte und mehr als 60 Pflegekräfte. Ihr Weggang zwingt die Kplus-Gruppe nun zu einer Neuausrichtung: Die stationäre Versorgung wird in Hilden ausgebaut, während ambulante Angebote in Haan stärker gefördert werden.
Obwohl die Restrukturierung planmäßig verläuft, sind die neurologischen Aktivitäten des Konzerns deutlich reduziert worden. Mit dem Verlust zentraler Fachkräfte und der Umstrukturierung der Dienstleistungen konzentriert sich die Kplus-Gruppe nun auf die Stärkung ihrer verbleibenden medizinischen Standorte. Die letzten Schritte hängen davon ab, die notwendige Investorenunterstützung bis zum geplanten Austritt Anfang 2024 zu sichern.






