Klimaproteste in NRW: Freie Wähler fordern Kostenübernahme durch Demonstranten und Influencer
Felix HoffmannKlimaproteste in NRW: Freie Wähler fordern Kostenübernahme durch Demonstranten und Influencer
Freie Wählerverband in Nordrhein-Westfalen kritisiert Landesregierung wegen Klimaproteste
Der Freie Wählerverband in Nordrhein-Westfalen hat die Reaktion der Landesregierung auf Klimaproteste scharf kritisiert. Die Vereinigung fordert nun, dass die Veranstalter von behindernden "Festklebe"-Demonstrationen die Kosten für Polizeieinsätze tragen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem der Innenminister des Landes hohe Gebühren für solche Proteste vorschlägt.
Zunächst hatte der Verband das Innenministerium aufgefordert, den Demonstrationsveranstaltern die Polizeikosten in Rechnung zu stellen. Man warf der Regierung dabei Vorteilnahme vor und behauptete, Beamte hätten gezielt keine Maßnahmen ergriffen, um Anhänger der Grünen zu schützen. Zudem regte die Gruppe an, auch Social-Media-Influencer, die solche Aktionen bewerben, an den Kosten zu beteiligen.
Später kündigte Innenminister Herbert Reul (CDU) an, Aktivisten künftig bis zu 50.000 Euro für Polizeieinsätze belasten zu wollen. Der Freie Wählerverband sieht sich dadurch in seinen Forderungen bestätigt und drängt auf eine zügige Umsetzung der Regelung.
Kritikpunkt ist vor allem der Umgang mit Protesten, bei denen sich Demonstranten auf Straßen oder an Gebäuden festkleben. Der Verband argumentiert, dass die Steuerzahler nicht für die finanziellen Belastungen aufkommen sollten, die durch die Polizeieinsätze bei solchen Aktionen entstehen.
Die geplanten Gebühren würden die Kosten für die Einsatzkräfte auf die Veranstalter und Influencer abwälzen. Sollte die Regelung in Kraft treten, könnte sich die Finanzierung von Klimademonstrationen in Nordrhein-Westfalen grundlegend ändern. Das Innenministerium hat bisher noch keinen Zeitplan für die Einführung der neuen Vorschriften bestätigt.






