28 April 2026, 11:15

Kanzlei Voigt nutzt KI-Song, um Unfallopfer über ihre Rechte aufzuklären

Banner auf einer Straße mit dem Text "Wir wollen Gerechtigkeit, du willst nur diesen schmutzigen Deal" und zwei Personen, eine hält ein blaues Objekt.

Kanzlei Voigt nutzt KI-Song, um Unfallopfer über ihre Rechte aufzuklären

Eine deutsche Kanzlei setzt auf ungewöhnliche Wege, um über Rechte nach Verkehrsunfällen aufzuklären. Die Sozietät Voigt startet unter dem Motto "Voigt regelt" eine Kampagne mit einem KI-generierten Song und Musikvideo. Damit will das Unternehmen Aufmerksamkeit erregen – und gleichzeitig auf ein ernstes Problem hinweisen: Ohne anwaltliche Unterstützung erhalten Geschädigte oft zu wenig Entschädigung.

Im Mittelpunkt steht die fiktive Band "Die Regler" ("Die Regulatoren"), deren mit KI produzierter Song und das dazugehörige Video nicht nur unterhalten, sondern eine klare Botschaft vermitteln sollen: Unfallopfer, die keine Schuld tragen, erhalten ohne juristische Vertretung 15 bis 20 Prozent weniger von den Versicherungen. Besonders betroffen sind dabei Fuhrparkverantwortliche, die mit Firmenfahrzeugen zu tun haben.

Voigt, das in 28 deutschen Städten vertreten ist, verkauft zudem thematische Merchandise-Artikel – etwa "Bremsspuren-Badehosen" – über die Website gerechtsverkehr.de. Wie Geschäftsführer Henning Hamann erklärt, gehe es darum, Autofahrer auf humorvolle und einprägsame Weise über ihre Ansprüche zu informieren.

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Die Erlöse der Kampagne fließen in die ETL-Stiftung Kinderträume, die zur Voigt-Unternehmensgruppe gehört. Mit der Mischung aus Humor und juristischem Rat will die Kanzlei zeigen, dass die Branche sowohl seriös als auch modern und ansprechend sein kann. Die Aktion fällt in eine Zeit, in der die Musikbranche über den Einsatz von KI bei Kreativität und Tantiemen diskutiert – Voigt sieht darin jedoch vor allem ein Werkzeug für wirksame Kommunikation.

Die "Voigt regelt"-Initiative verbindet KI-Musik, ausgefallenes Branding und einen guten Zweck. Sie zielt auf ein reales Problem – unterversorgte Unfallopfer – und erprobt zugleich neue Wege, wie Kanzleien die Öffentlichkeit erreichen können. Ob die Kampagne sowohl das Rechtsbewusstsein als auch die Debatte um KI nachhaltig prägt, bleibt abzuwarten.

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