19 June 2026, 15:01

Kaliforniens psychische Gesundheits-Diversion: Strengere Regeln für Angeklagte in Sicht

Kaliforniens psychische Gesundheits-Diversion steht vor strengen neuen Regeln

Kaliforniens psychische Gesundheits-Diversion: Strengere Regeln für Angeklagte in Sicht

Kaliforniens Gesetz zur psychischen Gesundheits-Diversion könnte bald vor erheblichen Änderungen stehen. Der Gesetzentwurf Assembly Bill 46 steht kurz vor der Unterzeichnung durch Gouverneur Gavin Newsom und soll die Regeln für Angeklagte verschärfen, die statt einer Haftstrafe eine Behandlung anstreben. Die geplante Novelle sieht vor, dass Richter mehr Spielraum erhalten, Anträge aus Gründen der öffentlichen Sicherheit abzulehnen – ohne dass ein 'unzumutbares Risiko' nachgewiesen werden muss. Staatsanwälte können künftig leichter gegen eine Diversion vorgehen, wenn sie bei einem Beschuldigten ein Risiko für zukünftige Gewalt sehen.

Assembly Bill 46 führt strengere Kriterien für die Teilnahme ein. Angeklagte, denen versuchter Mord vorgeworfen wird, sind künftig ausgeschlossen. Staatsanwälte haben bereits Bedenken geäußert, insbesondere in Fällen, in denen begünstigte Angeklagte später schwere Straftaten begingen. Ein Beispiel ist Gilberto Guttierrez, der trotz Einwänden in ein Diversionsprogramm aufgenommen wurde und seiner Frau nach seiner Entlassung erneut angegriffen haben soll.

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Das ursprüngliche Gesetz von 2018 ermöglichte es Beschuldigten mit schweren psychischen Erkrankungen, an Diversionsprogrammen teilzunehmen. Eine Studie der Rand Corporation aus dem Jahr 2020 ergab, dass 61 Prozent der psychisch kranken Häftlinge im Los Angeles County für solche Programme in Frage gekommen wären. Mit der Novelle wird das Diversionsprogramm in Kalifornien deutlich restriktiver gestaltet. Die Änderungen zielen darauf ab, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen, indem potenziell gefährliche Täter von der Teilnahme ausgeschlossen werden.

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