10 May 2026, 05:02

Jungheinrich kämpft mit Führungskrise und drastischem Gewinnrückgang

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Jungheinrich kämpft mit Führungskrise und drastischem Gewinnrückgang

Jungheinrich durchlebt tiefgreifende Veränderungen in Führung und Finanzperformance

Beim Intralogistik-Spezialisten Jungheinrich hat es kürzlich erhebliche Umbrüche in der Unternehmensspitze und bei den Geschäftszahlen gegeben. Die Finanzvorständin Heike Wulff verließ das Unternehmen früher als vorgesehen – nach nur etwas mehr als einem Jahr in ihrer Position. Gleichzeitig sind die Gewinne stark eingebrochen, und der Börsenwert des Konzerns ist seit Ende 2025 um fast 30 Prozent gesunken.

Wulff war im frühen Jahr 2026 als CFO zu Jungheinrich gestoßen, ihr Vertrag sollte ursprünglich bis Mai 2027 laufen. Doch der Aufsichtsrat entschied sich gegen eine Verlängerung ihres Mandats und beendete ihre Amtszeit vorzeitig. Bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist, übernimmt Vorstandschef Lars Brzoska die Finanzagenden kommissarisch.

Die finanziellen Probleme des Unternehmens haben sich weiter verschärft. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Quartal nur noch bei der Hälfte des Vorjahreswerts. Ein Streik im Werk Lüneburg sowie der harte Wettbewerb auf dem Markt trugen maßgeblich zu diesem Rückgang bei.

Auch der Börsenwert von Jungheinrich litt unter der Entwicklung: Er schrumpfte seit Ende 2025 von etwa 3,7 Milliarden Euro auf rund 2,6 Milliarden Euro. Die Aktien des Unternehmens teilen sich in zwei Kategorien: 54 Millionen stimmberechtigte, nicht börsennotierte Stammaktien und 45 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die Stammaktien – und damit die Mehrheit der Stimmrechte – befinden sich je zur Hälfte im Besitz der Familien der beiden Töchter des Firmengründers, was ihnen gemeinsam eine Beteiligung von 53 Prozent sichert. Die Vorzugsaktien hingegen werden öffentlich im MDAX gehandelt.

Mit Brzoska als interimistischem Finanzverantwortlichen steht Jungheinrich nun vor der Aufgabe, die Führungsebene zu stabilisieren und die sinkende Profitabilität in den Griff zu bekommen. Der Rückgang des Börsenwerts und die schwächeren Erträge unterstreichen die Herausforderungen, vor denen der Flurförderzeug-Hersteller steht. Die Besetzung der CFO-Position auf Dauer wird für die nächsten Schritte des Unternehmens entscheidend sein.

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