20 March 2026, 16:18

Junge Menschen in NRW wenden sich zunehmend von der Demokratie ab

Ein Plakat mit der Aufschrift "Mangel an Bildung: Der Kreislauf" in fetter schwarzer Schrift, das chaotische, unorganisierte Bilder von verschiedenen Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Ethnien zeigt.

Junge Menschen in NRW wenden sich zunehmend von der Demokratie ab

Eine aktuelle Studie aus Nordrhein-Westfalen zeigt eine wachsende Unzufriedenheit mit der Demokratie unter jungen Menschen. Nur noch die Hälfte der Befragten gab an, mit der Funktionsweise des Systems zufrieden zu sein. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem einen besorgniserregenden Anstieg undemokratischer Einstellungen in der Region.

Der Bericht identifiziert drei klare gesellschaftliche Gruppen: "Demokraten", "fragile Demokraten" und "Demokratiegegner". Zwar ist die Zahl der "fragilen Demokraten" seit 2021 aufgrund fehlender aktualisierter Daten unverändert geblieben, doch wachsen die Sorgen über sich wandelnde Meinungen. Besonders stark ist die Unterstützung für die Demokratie bei den 19- bis 29-Jährigen gesunken. Fast die Hälfte der Befragten stimmt mittlerweile der Aussage zu, die Gesellschaft brauche "eine starke Führungspartei". Weitere 15 Prozent halten eine Diktatur sogar für "die bessere Regierungsform unter bestimmten Umständen".

Bundesbildungsministerin Karin Prien schlägt Alarm angesichts von Frauenfeindlichkeit, Gewalt und Extremismus, denen junge Menschen im Internet ausgesetzt sind. Die Studie bestätigt, dass Kinder und Jugendliche zunehmend mit radikalen Botschaften in sozialen Medien, Chatgruppen und Gaming-Communities konfrontiert werden. Die klassische politische Bildung an Schulen hat Schwierigkeiten, diesem digitalen Einfluss etwas entgegenzusetzen.

Die Forschungsergebnisse zeigen zudem einen deutlichen Zusammenhang zwischen persönlicher Zufriedenheit und demokratischer Gesinnung. Da jedoch nur noch die Hälfte der jungen Menschen mit der Leistung der Demokratie zufrieden ist, betonen Expertinnen und Experten den dringenden Bedarf an besserer politischer Bildung. Schulen werden aufgefordert, demokratische Kompetenzen zu stärken, um der Online-Radikalisierung vorzubeugen.

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Die Befunde deuten auf einen klaren Rückgang der demokratischen Unterstützung hin – insbesondere bei den jüngeren Generationen. Angesichts der Verbreitung extremistischer Inhalte im Netz und der nachhinkenden traditionellen Bildung fordert der Bericht entschlossenere Maßnahmen zur Stärkung demokratischer Werte. Ohne Gegensteuerung könnte sich der Trend zu wachsenden undemokratischen Haltungen weiter fortsetzen.

Quelle