30 April 2026, 10:38

IT-Panne beim Seco: Arbeitslose warten wochenlang auf ihr Geld

Blauer Hintergrund mit einem zentralen Gebäude und dem Text "Unter Bidenomics liegt die Arbeitslosenquote seit 21 Monaten unter 4%. Das ist die längste Phase in über 50 Jahren."

IT-Panne beim Seco: Arbeitslose warten wochenlang auf ihr Geld

Tausende Arbeitslose in der Schweiz müssen seit Wochen ohne Einkommen auskommen – Grund ist ein fehlerhaftes IT-System des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Der technische Ausfall hat zu massiven Verzögerungen bei der Auszahlung von Arbeitslosenhilfen geführt, was bei Politikern auf scharfe Kritik stößt und viele Betroffene in existenzielle Not bringt.

Die Probleme begannen, nachdem das Seco ein neues IT-System für die Bearbeitung von Arbeitslosenleistungen eingeführt hatte. Statt die Effizienz zu steigern, führte die Umstellung zu flächendeckenden Störungen: Zahlungen erreichten die Empfänger verspätet – oder gar nicht. Einige Antragsteller erhielten wochenlang kein Geld, was zu erheblichen finanziellen Engpässen führte.

Der Genfer Nationalrat Daniel Sormanni hat sich der Sache angenommen und die Verzögerungen als "massiv und inakzeptabel" bezeichnet. Er reichte eine dringliche Interpellation im Bundesparlament ein und verlangt vom Bundesrat Aufklärung. Die Vorlage zwingt Wirtschaftsminister Guy Parmelin, sich am 19. März vor den Abgeordneten zu verantworten.

Sormannis Fragen zielen auf die Verantwortlichkeiten ab: Wer hat die Inbetriebnahme des fehlerhaften Systems genehmigt? Und hat die Seco-Führung bei der Aufsicht versagt? Aus dem IT-Debakel ist längst eine politische Angelegenheit geworden – der Druck auf die Verantwortlichen wächst, die Pannen zu erklären.

Das Seco räumte ein, dass das System nach wie vor nicht einwandfrei funktioniert. Zwar wurden einige Zahlungen abgewickelt, doch andauernde technische Probleme sorgen weiterhin für Verzögerungen in Einzelfällen. Wann mit einer vollständigen Behebung der Störungen zu rechnen ist, blieb die Behörde bisher schuldig.

Der IT-Fehlschlag hat Tausende um dringend benötigte Leistungen gebracht und aus einem technischen Problem eine landesweite Krise gemacht. Nun, da sich das Parlament eingeschaltet hat, müssen Seco und Bundesrat darlegen, wie es zu dem Versagen kommen konnte – und welche Maßnahmen künftig solche Vorfälle verhindern sollen.

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