Islamische Gelehrte lehnen Childfree-Bewegung als Widerspruch zur Familie ab
Amelie FrankeIslamische Gelehrte lehnen Childfree-Bewegung als Widerspruch zur Familie ab
Die Geistliche Verwaltung der Muslime Kasachstans (SAMK) hat sich kürzlich zum wachsenden Trend der Childfree-Bewegung geäußert. Dabei betont sie, dass eine dauerhafte Vermeidung von Elternschaft ohne schwerwiegende Begründung nicht mit den islamischen Lehren vereinbar ist. Laut SAMK sind Ehe und Fortpflanzung natürliche Bestandteile des menschlichen Lebens. Der Islam erkennt zwar an, dass Paare aus triftigen Gründen eine Schwangerschaft vorübergehend verzögern dürfen. Eine grundsätzliche Ablehnung von Kindern allein aus Unwillen oder Angst vor Armut wird jedoch abgelehnt, da dies der islamischen Tradition widerspricht.
Die Childfree-Bewegung, die sich für ein Leben ohne Kinder aus freier Entscheidung einsetzt, steht nach Ansicht der SAMK im Widerspruch zu den islamischen Vorstellungen von Familie und menschlicher Natur. Der Koran beschreibt die Liebe zur Familie und zu Kindern sogar als eine der Segnungen des irdischen Daseins.
Die SAMK warnt zudem, dass das Erstarken der Childfree-Ideologie die Institution der Familie schwächen und die demografische Zukunft einer Gesellschaft beeinträchtigen könnte. Entscheidungen zur Familienplanung sollten daher gemeinsam von den Ehepartnern getroffen werden. Die Stellungnahme der SAMK unterstreicht die Bedeutung von Familie im Islam und warnt vor den gesellschaftlichen Folgen einer wachsenden Childfree-Bewegung. Gleichzeitig wird betont, dass Familienplanung zwar flexibel gehandhabt werden kann, aber immer im Einklang mit den religiösen und ethischen Grundsätzen stehen muss.
