30 April 2026, 14:28

IHK NRW fordert Tempo bei Verkehrsinfrastruktur – sonst droht Deindustrialisierung

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, zeigt Straßen, Autobahnen und Stadtmerkmale.

IHK NRW fordert Tempo bei Verkehrsinfrastruktur – sonst droht Deindustrialisierung

Die Industrie- und Handelskammer Nordrhein-Westfalen (IHK NRW) drängt auf schnellere Fortschritte beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die Verantwortlichen warnen, dass Verzögerungen bei Straßenprojekten und übermäßig bürokratische Planungsverfahren der Wirtschaft schaden. Mit ihren jüngsten Vorschlägen will die Kammer die Umsetzung von Verbesserungen beschleunigen und einen weiteren industriellen Niedergang verhindern.

Ralf Stoffels, Präsident der IHK NRW, verwies auf die A45-Brücke in Lüdenscheid als deutliches Beispiel für die Problematik. Gesperrte Autobahnen, so seine Argumentation, trügen direkt zur Deindustrialisierung der Region bei. Zwar erkenne die Politik mittlerweile die Dringlichkeit von Infrastrukturinvestitionen an, doch auf der praktischen Ebene habe sich bisher kaum etwas geändert.

Die Organisation hat zwölf konkrete Maßnahmen vorgelegt, um die Verkehrswende voranzutreiben. Ihr Leitprinzip bleibt dabei "Anreize statt Verbote" – der Fokus liegt auf pragmatischen Lösungen statt auf Einschränkungen. Ocke Hamann, Verkehrspolitischer Sprecher der IHK NRW, kritisierte die aktuellen Planungsgesetze als unnötig kompliziert. Er forderte schlankere Verfahren und mehr Flexibilität, um neue Ansätze erproben zu können.

Hamann schlug zudem vor, Pilotprojekte auszuweiten, um die Mobilitätsinfrastruktur weiterzuentwickeln. Anpassungen und Korrekturen müssten seiner Meinung nach einfacher möglich sein, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Die Kammer betont, dass eine erfolgreiche Verkehrswende alle Mobilitätsformen umfassen müsse – von Autobahnen bis hin zu städtischen Netzen.

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Die Vorschläge der IHK NRW warten nun auf eine Reaktion der Politik. Die Kammer hat klar gemacht: Schnellere Planungsverfahren und höhere Investitionen seien unverzichtbar. Ohne diese Änderungen, so die Warnung, würden sowohl die Verkehrsnetze als auch die industrielle Wettbewerbsfähigkeit weiter leiden.

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