Hunt will lokale Steuerautonomie stärken – doch bleibt er im Amt?
Schatzkanzler Jeremy Hunt hat am Donnerstag vor Wirtschaftsführern auf der Jahreskonferenz der British Chambers of Commerce in London gesprochen. Dabei präsentierte er Vorschläge, die auf lokale Investitionen und eine Stärkung der Steuerautonomie abzielen. Hunt betonte, die fiskalische Dezentralisierung sei eine Priorität und bezeichnete sie als ein 'unvollendetes Projekt', das er weiter vorantreiben wolle. Konkrete Maßnahmen umfassen die Übertragung größerer Kontrolle über die Erträge aus Einkommensteuer, Unternehmenssteuern und Grundsteuern an kommunale Verantwortungsträger. Zudem schlug er die Einführung einer Tourismusabgabe auf Übernachtungen vor, deren Einnahmen den lokalen Gemeinden zugutekommen sollen.
Der Schatzkanzler sprach sich darüber hinaus dafür aus, die Nordsee-Reserven stärker für die Energiesicherheit des Landes zu nutzen. Gleichzeitig versicherte er Unternehmen, dass die fiskalische Stabilität und die bestehenden Regeln auch unter dem nächsten Premierminister Bestand haben werden.
Hunt ließ jedoch offen, ob er sein Amt behalten würde, falls Andy Burnham Premierminister werden sollte. Die beiden stehen seit über einem Jahrzehnt in einem engen persönlichen und politischen Verhältnis. Hunt plant, im Rahmen des anstehenden Haushaltsplans weitere Details zu seinen Plänen zu veröffentlichen. Mit seinen Ankündigungen unterstrich Hunt die Bedeutung lokaler Entscheidungsfreiheit und wirtschaftlicher Stabilität. Die konkreten Auswirkungen seiner Vorschläge werden sich in den kommenden Monaten zeigen, insbesondere nach der Veröffentlichung des Haushaltsplans.
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