Holzverpackungsbranche diskutiert EU-Regeln, Krisenresilienz und digitale Zukunft
Felix HoffmannHolzverpackungsbranche diskutiert EU-Regeln, Krisenresilienz und digitale Zukunft
Rund 140 Mitglieder des Verbandes der Holzverpackungs-, Paletten- und Exportverpackungsindustrie (HPE) trafen sich in Mainz zur jährlichen Frühjahrstagung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen regulatorische Änderungen, geopolitische Herausforderungen und digitale Fortschritte in der Holzverpackungsbranche.
Ein zentrales Thema war die neue EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR). Der HPE stellte einen neuen, 150-seitigen Leitfaden vor, der Unternehmen bei der praktischen Umsetzung unterstützen soll. Dennoch bleiben viele Fragen zur konkreten Anwendung der Vorschriften noch offen.
Auch die Auswirkungen geopolitischer Verschiebungen auf Unternehmen und Lieferketten wurden analysiert. Der HPE betonte, wie wichtig es ist, dass sich Betriebe widerstandsfähiger gegen Störungen und globale Risiken aufstellen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der digitalen Innovation. Die Teilnehmer diskutierten über die Rolle von 3D-Design-Software und künstlicher Intelligenz in der Branche. Gordon Schnieder, designierter Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, nahm an den Gesprächen teil und erörterte Chancen und Hürden für kleine und mittlere Unternehmen.
Der HPE kündigte zudem die bundesweite Ausweitung des HPECycle-Netzwerks an. Diese Initiative fungiert als erweiterte Herstellerverantwortungsorganisation für Holzverpackungen im Rahmen des deutschen Verpackungsgesetzes.
Die Konferenz zeigte, wie stark sich die Branche auf die Anpassung an neue Vorschriften und globale Herausforderungen konzentriert. Mit dem Leitfaden des HPE und dem HPECycle-Netzwerk sollen Unternehmen bei der Bewältigung dieser Veränderungen unterstützt werden. Digitale Werkzeuge und Resilienzstrategien werden künftig eine immer größere Rolle spielen.






