Henkel erhöht Preise wegen explodierender Öl- und Logistikkosten
Henkel erhöht Preise für bekannte Marken – steigende Kosten zwingen zum Handeln
Angesichts stark gestiegener Kosten zieht Henkel die Preise für einige seiner bekanntesten Marken an. Das Unternehmen führt die Entwicklung auf den rasanten Anstieg der Ölpreise zurück, der Material- und Logistikkosten in die Höhe getrieben hat. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte, dass ein weiteres Zögern bei Preisanpassungen das Geschäft zusätzlich belasten könnte.
Die jüngsten Preiserhöhungen folgen auf einen deutlichen Anstieg des Brent-Ölpreises, ausgelöst durch die eskalierende Konfliktsituation zwischen den USA, Israel und dem Iran. Nach einem Angriff am 28. Februar 2026 war die Schifffahrt in der Straße von Hormus massiv beeinträchtigt worden. Bis zum 3. März hatten sich die Ölpreise seit Januar um über 30 Prozent erhöht und schlossen bei über 81 US-Dollar pro Barrel.
Henkel ist zwar kein direkter Ölverarbeiter, spürt die Auswirkungen aber über höhere Kosten für Verpackungen, Transport und Rohstoffe. Zulieferer und Logistikpartner geben die gestiegenen Ausgaben bereits an das Unternehmen weiter. Dennoch bleiben Marken wie Persil und Schwarzkopf bei den Kunden gefragt – trotz schleichender Preiserhöhungen.
Der Konzern, der weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, hofft, dass sich der Konflikt noch vor Jahresende entschärft. 2021 erzielte Henkel einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro, wobei weniger als ein Fünftel der Belegschaft in Deutschland beschäftigt ist.
Um die Preiserhöhungen zu rechtfertigen, setzt Henkel nun verstärkt auf die Qualität und den Nutzen seiner Produkte. Das Unternehmen vertraut darauf, dass die starken Marken die Kunden auch bei höheren Kosten halten werden. Vorerst liegt der Fokus darauf, die Ausgaben im Griff zu behalten und gleichzeitig die Marktposition zu verteidigen.






