Heilpraktiker wegen tödlicher Überdosis zu Bewährung verurteilt
Ein deutsches Gericht hat einen Heilpraktiker zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, nachdem unter seiner Behandlung drei Patienten gestorben waren. Klaus Ross aus Moers wurde im August 2016 der groben Fahrlässigkeit bei ihrer Behandlung für schuldig befunden.
Die Todesfälle ereigneten sich, nachdem Ross den Patienten eine Überdosis eines nicht zugelassenen Mittels verabreicht hatte. Die Ermittlungen ergaben, dass ihm die notwendige Ausrüstung fehlte – eine Waage zur genauen Dosierung kleiner Mengen –, was zu dem tödlichen Fehler führte.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine dreijährige Haftstrafe gefordert. Das Gericht verhängte jedoch eine zweijährige Bewährungsstrafe. Ross muss keine sofortige Haftstrafe antreten, bleibt aber wegen grober Fahrlässigkeit verurteilt. Der Fall unterstreicht die Gefahren falscher Dosierungen in medizinischen Behandlungen. Das Urteil beendet ein Gerichtsverfahren, das nach den Todesfällen im Jahr 2016 eingeleitet worden war.






