17 April 2026, 20:16

Grüne kämpfen gegen Rodung eines alten Mischwalds für Betriebsflächen in Münster

Ein großer Haufen von geschnittenen Bäumen in einer gerodeten Waldlichtung, umgeben von Felsen, spärlicher Vegetation und Gras, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Grüne kämpfen gegen Rodung eines alten Mischwalds für Betriebsflächen in Münster

Ein Bauunternehmen aus Münster drängt auf eine Erweiterung seiner Betriebsflächen um 2,5 Hektar – ein Vorhaben, das die Rodung eines nahegelegenen Mischwaldes erfordern würde. Lokale Vertreter der Grünen lehnen den Plan vehement ab und bezeichnen ihn als ökologischen Rückschritt in Zeiten der Klimakrise. Der Wald spiele eine entscheidende Rolle für den Artenschutz und das Wohl der Bevölkerung, argumentieren sie.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei dem betroffenen Wald handelt es sich um einen alten Baumbestand mit Laubbäumen und Douglasien, der als wichtiger Grünraum für die Gemeinde dient. Zudem fungiert er als natürliche Barriere, die Staubemissionen von den benachbarten Kasernen fernhält. Dennoch hätten laut Angaben der Grünen nur drei Ausschussmitglieder die Fläche vor der Freigabe der Rodung besichtigt.

Beate Spieker, Mitglied der Grünen, nannte die geplante Abholzung ein "ökologisches Verbrechen" und verwies auf die fortschreitende Klimakrise und den Verlust der Biodiversität. Anke Heidelberg, eine weitere Parteivertreterin, betonte, dass ein vollständiger Ersatz eines so ausgereiften Waldes Jahrzehnte dauern würde – falls dies überhaupt möglich sei.

Die Grünen fordern nun alle Ratsmitglieder auf, den Wald vor einer endgültigen Entscheidung persönlich in Augenschein zu nehmen. Um die öffentliche Unterstützung zu mobilisieren, wollen sie eine Petition auf OpenPetition starten. Ihr Ziel ist es, nachhaltige Alternativen durchzusetzen, die den Erhalt des Waldes sichern.

Die Partei besteht darauf, dass Lösungen im Dialog gefunden werden müssen, um wirtschaftliche Interessen und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Die Rodung würde nicht nur die Natur schädigen, sondern auch den Anwohnerinnen und Anwohnern schaden, die den Wald für Naherholung und saubere Luft benötigen.

Über den Erweiterungsantrag wird weiterhin diskutiert, während die Grünen aktiv gegen die Abholzung kämpfen. Sollte das Projekt genehmigt werden, würde ein langjähriger Mischwald verschwinden – mit Folgen für Tierwelt und Gemeinde. Die Entscheidung hängt davon ab, ob in den kommenden Wochen alternative Pläne ausgearbeitet werden können.

Quelle