07 April 2026, 08:18

Großstreik legt Nahverkehr in NRW für zwei Tage komplett lahm

Große Gruppe von Menschen protestiert vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Pfahl und einer Tafel im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund.

Großstreik legt Nahverkehr in NRW für zwei Tage komplett lahm

Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen steht nächste Woche wegen Großstreik still

In ganz Nordrhein-Westfalen wird der öffentliche Nahverkehr in der kommenden Woche aufgrund eines massiven Streiks komplett zum Erliegen kommen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen am Dienstag, dem 5. März, und Mittwoch, dem 6. März, aufgerufen. Busse und Bahnen von Unternehmen wie der Duisburger Verkehrsgesellschaft und der Rheinbahn bleiben während der Aktion in den Depots.

Der Streik ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen für rund 30.000 Beschäftigte im kommunalen Verkehrssektor der Region. Ver.di fordert eine Reihe von Verbesserungen, darunter Entlastungstage, feste Einsatzorte sowie Anfangs- und Endstandorte, Zuschläge für belastende Tätigkeiten und die volle Auszahlung von Sonderzahlungen. Zudem verlangt die Gewerkschaft Überstundenvergütung ohne Abzüge sowie Schichtzuschläge.

Für den 6. März ist in Dortmund eine zentrale Kundgebung geplant, bei der die Beschäftigten ihre Forderungen öffentlich unterstreichen wollen. Peter Büdicker, bei ver.di zuständig für den Bus- und Bahnbereich, nannte gravierenden Personalmangel und hohe Krankheitsstände als Hauptgründe für die Arbeitskampfmaßnahmen. Durch die frühzeitige Ankündigung der Streiks solle Fahrgästen ausreichend Zeit bleiben, sich auf die Ausfälle einzustellen.

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Die Verhandlungen werden in der dritten Runde am 11. und 12. März ebenfalls in Dortmund fortgesetzt. Bis dahin bleiben die Busse in Solingen und weitere Verkehrsmittel im gesamten Bundesland in den Depots – Pendler müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

Der zweitägige Streik wird für Reisende, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, flächendeckende Verspätungen und Ausfälle mit sich bringen. Weitere Gespräche sind für die Folgewoche angesetzt, doch an den Streiktagen wird der Betrieb komplett ruhen. Das Ergebnis der Verhandlungen wird zeigen, ob es zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen kommt.

Quelle