31 May 2026, 22:17

Großrazzia gegen kriminelles Netzwerk: Waffen, Luxusautos und Millionenbetrug aufgedeckt

HZA-DO: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Siegen und der Hauptzollstelle Dortmund / Zollschlag gegen kriminelle Gruppe in der Glasfaserausbau

Großrazzia gegen kriminelles Netzwerk: Waffen, Luxusautos und Millionenbetrug aufgedeckt

Großrazzia gegen organisierte Kriminalität nach monatelangen Ermittlungen

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Diese Woche führte die deutsche Justiz nach langwierigen Ermittlungen einen Großschlag gegen ein kriminelles Netzwerk durch. Der Verdacht: groß angelegter Lohnbetrug, Steuerhinterziehung und Einschleusung ausländischer Arbeitskräfte. Erste Schätzungen zufolge belaufen sich allein die vorenthaltenen Sozialabgaben auf über 4,4 Millionen Euro.

Am Dienstag, dem 29. Oktober 2024, durchsuchten rund 180 Beamte 24 Objekte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bremen. An der Aktion beteiligten sich Zollfahnder der Hauptzollamt-Dortmund-Außenstelle Siegen, unterstützt von Kriminalpolizisten des Kreises Olpe.

Bei den Durchsuchungen wurden an zwei Standorten illegale Schusswaffen entdeckt und beschlagnahmt. Zudem konfiszierten die Behörden sechs Luxusfahrzeuge, größere Bargeldbeträge und froren mehrere Konten des Syndikats ein. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Vermögenswerte aus kriminellen Machenschaften stammen.

Die Gruppe soll ein Geflecht aus Briefkastenfirmen genutzt haben, um systematisch illegale Beschäftigung zu verschleiern. Drittstaatsangehörige wurden ohne gültige Visa nach Deutschland gebracht und anschließend auf Baustellen im ganzen Land eingesetzt. Dem Netzwerk wird außerdem vorgeworfen, Löhne einbehalten, die Sozialkasse der Bauwirtschaft betrogen und Steuern hinterzogen zu haben.

Die Ermittlungen laufen weiter, während die Behörden die Strukturen der Bande weiter aufdecken. Den Beschuldigten drohen Anklagen wegen Wirtschaftsstraftaten, Menschenhandels und Waffenvergehen. Angesichts des Ausmaßes der Betrugsfälle und der Zahl der betroffenen Arbeitskräfte könnte der Fall weitreichende Folgen für die gesamte Baubranche haben.

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